Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 11. August 2017
  • Unternehmen

    Tata einigt sich für Thyssen-Deal bei Pensionslasten

    Die mögliche Zusammenlegung der Stahlgeschäfte von Thyssenkrupp und der europäischen Aktivitäten des indischen Tata-Konzerns hat eine wichtige Hürde genommen. Die Inder unterzeichneten in Großbritannien eine Vereinbarung über die hohen Pensionsverpflichtungen, wie Tata mitteilte. Damit werden die Pensionsansprüche der Mitarbeiter an einen Fonds übertragen, so dass sie nicht mehr als teure Mitgift in eine Ehe mit Thyssen eingehen würden.

    Vor allem die milliardenschweren Pensionslasten in Großbritannien galten als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einem europäischen Stahlriesen. Zuletzt hatten jedoch auch die deutschen Arbeitnehmer gegen die Pläne protestiert. Sie fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland. Tata hat in Großbritannien eine Bestandsgarantie gegeben, so dass eine mögliche Restrukturierung vor allem diesseits des Ärmelkanals ansetzen müsste. (DJ)

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  • Montag, 20. August 2018
  • Konjunktur
    Deutsche Erzeuger melden moderaten Preisdruck

    Die deutschen Produzenten verzeichnen weiter einen moderaten Preisdruck. Im Juli stiegen die Erzeugerpreise im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 3,0 Prozent. Diese Steigerungsraten entsprachen den genau den Prognosen von Ökonomen. In den vergangenen Monaten zeigte der Inflationstrend bei den Erzeugerpreisen leicht nach oben, was vor allem auf die Energiepreise zurückging. Ohne Energie ist der Index der Erzeugerpreise im Juli um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (DJ)

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  • Konjunktur
    Britisches Geschäftsklima auf Tiefststand

    In der britischen Wirtschaft macht sich einer Umfrage zufolge zunehmend Pessimismus breit. Das arbeitgebernahe Institute for Directors (IoD) teilte mit, vor allem die Unsicherheit rund um die künftigen Handelsbeziehungen der Insel zur EU nach dem Brexit wirkten sich negativ aus. Auf die Frage nach den wirtschaftlichen Perspektiven in den nächsten zwölf Monaten gab es mehr Pessimisten als Optimisten - und einen Indexwert von minus 16. Das ist der niedrigste Stand in diesem Jahr. Zum Vergleich: Im April gab es noch einen positiven Wert von drei.Großbritannien will Ende März 2019 die EU verlassen. Die Details der Scheidung sind aber immer noch offen. Zuletzt wurde das Risiko, ohne ein Abkommen aus der Union auszuscheiden, auch in der britischen Regierung als höher eingeschätzt.Das IoD hat für die Umfrage im Juli 750 Führungskräfte aus der Wirtschaft befragt. (rts)

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