Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Freitag, 11. August 2017
  • Unternehmen

    Tata einigt sich für Thyssen-Deal bei Pensionslasten

    Die mögliche Zusammenlegung der Stahlgeschäfte von Thyssenkrupp und der europäischen Aktivitäten des indischen Tata-Konzerns hat eine wichtige Hürde genommen. Die Inder unterzeichneten in Großbritannien eine Vereinbarung über die hohen Pensionsverpflichtungen, wie Tata mitteilte. Damit werden die Pensionsansprüche der Mitarbeiter an einen Fonds übertragen, so dass sie nicht mehr als teure Mitgift in eine Ehe mit Thyssen eingehen würden.

    Vor allem die milliardenschweren Pensionslasten in Großbritannien galten als eines der größten Hindernisse auf dem Weg zu einem europäischen Stahlriesen. Zuletzt hatten jedoch auch die deutschen Arbeitnehmer gegen die Pläne protestiert. Sie fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen in Deutschland. Tata hat in Großbritannien eine Bestandsgarantie gegeben, so dass eine mögliche Restrukturierung vor allem diesseits des Ärmelkanals ansetzen müsste. (DJ)

    +
  • Sonntag, 27. Mai 2018
  • Unternehmen
    Zulieferer Brose plant Milliardenzukäufe

    Der Automobilzulieferer Brose will seine Geschäftsfelder erweitern und hat für Zukäufe rund zwei Milliarden Euro eingeplant. "Erfreulicherweise sind unsere Gesellschafter sehr flexibel, und das Unternehmen ist finanzstark genug, auch 2,5 Milliarden Euro ausgeben zu können, wenn es sinnvoll ist", sagte Brose-Chef Kurt Sauernheimer der Branchenzeitung "Automobilwoche": "Die zwei Milliarden Euro sind nicht in Stein gemeißelt." Derzeit sei man in drei konkreten Gesprächen. "Bei einem Projekt könnte es noch in diesem Jahr zu einer Entscheidung kommen", sagte der Brose-Chef. Dabei handele es sich um die regionale Ausweitung eines schnell wachsenden Geschäftsfelds. Zudem sei eine Erweiterung im Bereich Sensorik denkbar. Brose erwirtschaftet mit Hauptsitz in Coburg mit den Geschäftsbereichen Tür- und Sitzsysteme sowie Antriebe nach eigenen Angaben rund 6,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 26.000 Mitarbeiter an 62 Standorten in 23 Ländern. (dpa)

    +
Themenseiten Wirtschaft