Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Sonntag, 17. Dezember 2017
  • Cyber-Sicherheit

    Thales gewinnt Rennen

    Der französische Rüstungskonzern Thales hat den IT-Dienstleister Atos im Bieterkampf um den Chipkarten-Hersteller Gemalto ausgestochen. Gemalto nahm das 4,8 Milliarden Euro schwere Thales Angebot an, teilten die beiden Unternehmen mit. Mit dem Kauf entstehe ein führender globaler Anbieter von Cyber-Sicherheit mit einem Jahresumsatz von 3,5 Milliarden Euro. Thales will zusätzlich auch 800 Millionen Euro an Schulden von Gemalto übernehmen.

    Atos - ebenfalls aus Frankreich - hatte zuvor 4,3 Milliarden Euro für Gemalto geboten. Der niederländisch-französische Konzern wies die Offerte jedoch als unerwünscht zurück. Gemalto stellt unter anderem Chip- und Magnetstreifenkarten wie SIM-Karten für Handys, Kreditkarten sowie Gesundheitskarten her. (rts)

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  • Montag, 16. Juli 2018
  • Unternehmen
    Verdi streikt zum Primeday bei Amazon

    Auch im sechsten Jahr des Arbeitskampfes beim Versandriesen Amazon nutzt die Gewerkschaft Verdi dessen werbeträchtigen Sonderverkaufstag für Streiks. Zum so genannten Primeday sollen Beschäftigte in den Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Graben, Rheinberg, Werne und Koblenz am Dienstag die Arbeit niederlegen, kündigte die Gewerkschaft an. Auch in Polen und Spanien fänden Aktionen in Amazon-Zentren statt. Hintergrund ist der seit 2013 schwelende Konflikt um einen Tarifvertrag für die bundesweit rund 16.000 Beschäftigten des US-Händlers, der sich bislang jeglichen Verhandlungen mit Verdi verweigert hat. Man könne auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein, hatte zuletzt eine Konzernsprecherin betont. Aktuell wollen die Beschäftigten mit ihrem Streik für einen Gesundheitstarifvertrag demonstrieren. (dpa)

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  • Quartalszahlen
    Bank of America steigert Gewinn deutlich

    Die Bank of America hat ihren Gewinn im zweiten Quartal dank niedrigerer Steuern, höherer Zinsen und einem deutlichen Kreditwachstum im Zuge des US-Wirtschaftsbooms abermals kräftig gesteigert. Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Überschuss um rund ein Drittel auf 6,8 Milliarden Dollar (5,8 Mrd Euro) zu, wie das zweitgrößte US-Geldhaus mitteilte. Die Erträge - die gesamten Einnahmen - sanken zwar um ein Prozent auf 22,6 Milliarden Dollar. Das lag allerdings an einem hohen Sondererlös im Vorjahr. Die Bank profitierte insbesondere von ihrem florierenden Kredit- und Einlagengeschäft, das durch die steigenden Zinsen in den USA wieder erheblich mehr Geld abwirft. Zudem spielte dem Institut die Steuerreform der Trump-Regierung in die Karten. Darüber hinaus sei es gelungen, die Kosten weiter zu senken. Die Quartalszahlen übertrafen die Prognosen der Analysten, was dem Aktienkurs vorbörslich zunächst spürbaren Kursauftrieb gab. (dpa)

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  • Handel
    China verklagt USA vor der WTO

    China hat eine neue Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht, um gegen die angekündigten Strafzölle der USA auf chinesische Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar vorzugehen. Nach Angaben des Handelsministeriums in Peking wurde die WTO aufgefordert, Ermittlungen einzuleiten, nachdem der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer vergangene Woche eine Liste mit Produkten vorgelegt hatte. Die Klage war bereits angekündigt, aber nun erst eingereicht worden. Ob die Zölle in Höhe von zehn Prozent nach einer Phase von Anhörungen im August tatsächlich in Kraft treten werden, ist noch unklar. (dpa)

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  • Unternehmen
    Solomon wird wohl Chef von Goldman Sachs

    Goldman Sachs wird laut "New York Times" schon bald den Nachfolger von Konzernchef Lloyd Blankfein bestimmen. Den Posten soll Topmanager David Solomon übernehmen, der bislang als Präsident der Bank fungiert, wie die Zeitung berichtete. Von Goldman war dazu keine Stellungnahme zu erhalten. Blankfein ist einer der dienstältesten Unternehmenslenker an der Wall Street. Er trotzte nach der Finanzkrise Rücktrittsforderungen und blieb auch im Amt, als er gegen eine Krebserkrankung kämpfte. (rts)

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  • Konjunktur
    Chinesische Industrie verliert an Dampf

    In China hat die Industrie ihre Produktion im Juni um 6,0 Prozent gesteigert. Das zeigt die offizielle Statistik. Analysten hatten mit einem höheren Plus von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gerechnet. Im Mai hatte der Anstieg noch bei 6,8 Prozent gelegen. Die Einzelhandelsumsätze zogen im Juni wie von Experten erwartet um 9,0 Prozent an. Im Mai betrug der Zuwachs noch 8,5 Prozent. (rts)

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