Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 21. Mai 2014
  • Wirtschaftsforum

    Tui-Chefaufseher fährt zu Putin

    Der Aufsichtsratschef von Europas größtem Reisekonzern Tui, Klaus Mangold, hat im Zuge der Ukrainekrise Gespräche der deutschen Wirtschaft mit russischen Unternehmen verteidigt. "Wir müssen schauen, dass wir mit Russland weiterhin einen Gesprächsfaden haben", sagte er vor dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg im Interview mit der ARD. Er werde deshalb wie geplant zu der Konferenz fahren. Andere Topmanager, darunter der Chef des größten deutschen Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, hatten abgesagt. Die Teilnahme an der Konferenz von Donnerstag bis Samstag ist wegen der Ukrainekrise umstritten.

    Mangold war zehn Jahre lang Vorsitzender des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft und brachte Exporte deutscher Unternehmen nach Osteuropa voran. Russlands Präsident Wladimir Putin werde während des dreitägigen Forums nur einmal auftreten, erklärte er. "Ich lasse mich natürlich von Herrn Putin nicht instrumentalisieren. Ich gehe dort hin, weil ich eine eigene wirtschaftliche Agenda habe. Wir haben vieles an Kontakten, die man auch in diesen Zeiten weiterpflegen muss." (dpa)

    Dax-Vorstände bleiben Putin fern

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  • Freitag, 15. Dezember 2017
  • Banken
    Russische Notenbank rettet nächstes Geldhaus

    In Russland rettet die Zentralbank einem Insider zufolge das nächste strauchelnde Geldinstitut vor dem Aus. Dabei gehe es um die Promsvyazbank, die zu den größten privatwirtschaftlichen Kreditgebern des Landes gehöre. Demnach stellte die Notenbank deren Eigentümer zuvor vor die Wahl: Entweder sie schießen dem Geldhaus 100 Milliarden Rubel (rund 1,45 Milliarden Euro) frisches Geld zu, um dessen Kapitalbasis zu stärken - oder die Notenbank übernimmt. Nach dem Standardprozedere würde das Institut zunächst vorübergehend der Notenbank unterstellt, anschließend bekäme es Hilfsgelder aus einem speziellen Fonds der Notenbank zugeschossen. Die Notenbank und auch ein Vertreter der Promsvyazbank wollten sich zu den Informationen nicht äußern. Im September hatte die Zentralbank bereits die B&N Bank gerettet, das gemessen an der Bilanzsumme zwölftgrößte Geldinstitut Russlands. Kurz zuvor hatte die Zentralbank der strauchelnden Großbank Otkritie unter die Arme gegriffen. (rts)

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  • Konjunktur
    Stimmung in Japans Industrie hellt weiter auf

    Die Stimmung unter den Managern der japanischen Großindustrie hat sich im fünften Quartal in Folge verbessert und ist so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Wie aus einer Quartalsumfrage ("Tankan") der Bank von Japan (BoJ) unter rund 10.000 Firmen hervorgeht, stieg der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionskonzerne im Dezember um weitere 3 Punkte im Vergleich zum September auf jetzt plus 25. Ein positiver Index im Tankan-Bericht bedeutet, dass die Optimisten in der Mehrheit sind. Allerdings verharrte der Index für die nicht produzierenden Unternehmen des Landes weiter bei plus 23. Der schwache Yen und eine steigende globale Nachfrage haben den Unternehmen der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, die weiterhin vom Exportmotor abhängt, zwar teils Rekordgewinne beschert. Die privaten Haushalte, deren Konsumausgaben rund 60 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes ausmachen, bekommen davon laut Kritikern jedoch noch nicht allzu viel zu spüren. Sie halten ihr Geld weiter zusammen. (dpa)

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  • Unternehmen
    Oracle übertrifft Erwartungen und enttäuscht dennoch

    Der SAP-Rivale Oracle hat Gewinn und Umsatz im vergangenen Geschäftsquartal deutlich gesteigert. In den drei Monaten bis Ende November kletterte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro), wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse wuchsen um sechs Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar.

    Obwohl die Prognosen der Analysten damit übertroffen wurden, sank die Aktie nachbörslich um über vier Prozent. Trotz eines starken Umsatzwachstums um 44 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar entwickelte sich das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet schwächer als erwartet. Oracle entwickelt Unternehmens-Software und Datenbanken. Seit der Übernahme von Sun Microsystems stellt der Konzern auch leistungsstarke Rechner her. (dpa)

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