Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Mittwoch, 03. Januar 2018
  • Staatsfinanzen

    Venezuela lässt Gläubiger hängen

    Das krisengeschüttelte Venezuela ist nach Angaben der Ratingagentur S&P mit einer weiteren Anleihe in Rückstand geraten. Der Zahlungsausfall, so heißt es, nähre Zweifel, ob das Land die für dieses Jahr anstehenden Rückzahlungen von mehr als 9 Milliarden US-Dollar tatsächlich stemmen kann. Zuletzt konnte Venezuela einen 35 Millionen Dollar schweren Zinskupon für Anleihen, die im Jahr 2018 fällig werden, auch innerhalb einer 30-tägigen Kulanzfrist nicht bedienen. Demnach sind die Regierung in Caracas und der staatliche Ölkonzern jetzt mit Rückzahlungen in Höhe von 1,28 Milliarden Dollar im Rückstand. Die S&P-Analysten werten die verpassten Überweisungen als Zahlungsausfälle - mit entsprechenden Folgen für die Bonitätsbewertung. (DJ)

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  • Samstag, 21. Juli 2018
  • Rating
    S&P gebt Ausblick für Griechenland

    Die Bonitätswächter von S&P haben den Rating-Ausblick für Griechenland auf "positiv" von "stabil" erhöht. Damit kann das Euro-Land als nächsten Schritt auf eine Höherstufung hoffen. Die Bewertung der langfristigen Verbindlichkeiten bleibe zunächst bei "B+", teilten die amerikanischen Bonitätswächter mit. Die Anleihen haben damit weiterhin Ramschstatus. Ein besseres Rating geht in der Regel mit niedrigeren Kosten bei der Aufnahme von Schulden einher. Die Agentur begründete den besseren Ausblick mit einer größeren politischen Stabilität und Berechenbarkeit, die Griechenlands Wirtschaft und Banken unterstützen sollten. Das Land hängt seit 2010 am Tropf internationaler Geldgeber. Das dritte Hilfspaket im Umfang von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Mit einer Quote von rund 20 Prozent ist die Arbeitslosigkeit in Griechenland so hoch wie in keinem anderen Euro-Land. (rts)

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  • Führungswechsel
    Fiat und Ferrari beraten über Chef-Nachfolge

    Die Aufsichtsräte von Fiat Chrysler und Ferrari beraten einem Medienbericht zufolge diesen Samstag in getrennten Sitzungen über eine Nachfolge des krankgeschriebenen Chefs der beiden Autobauer, Sergio Marchionne. Bei dem Treffen des Ferrari-Gremiums werde der ehemalige Philip-Morris-International-Manager Louis Carey Camilleri zum neuen Vorstandschef des Sportwagenherstellers ernannt, berichtete die Zeitschrift "Automotive News" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Ob auch ein neuer Fiat-Chrysler-Chef ausgewählt werden soll, war nicht klar. Fiat Chrysler und Ferrari lehnten Stellungnahmen zu dem Bericht ab. Marchionne sollte eigentlich erst im April kommenden Jahres das Zepter an einen internen Nachfolger übergeben. Kürzlich unterzog sich der 66-Jährige jedoch einer Schulteroperation, von der er sich derzeit erholt. Seit dem 26. Juni trat er nicht mehr öffentlich auf, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand schürte. (rts)

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