Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Dienstag, 16. September 2014
  • Konjunktur

    Warenhandel wird sich verdreifachen

    Gute Nachricht für die Exportnation Deutschland: Der weltweite Warenhandel wird sich einer Studie der Großbank HSBC zufolge bis 2030 mehr als verdreifachen. "Der Trend zur wirtschaftlichen Globalisierung wird auch in den kommenden Jahren nahezu ungebremst anhalten - trotz der aktuellen politischen Unsicherheiten und kurzfristig schwankender Wachstumsraten", sagte Martin Vetter-Diez von HSBC in Deutschland. Treiber bleibt demnach Asien: Neben China lockten vor allem Vietnam, Indien, Malaysia und Indonesien mit einem durchschnittlichen Wachstum von acht bis elf Prozent jährlich. "Die deutsche Exportwirtschaft mit ihrem starken Fokus auf Werkzeug- und Maschinenbau und den engen Handelsverbindungen mit Asien wird von den positiven Tendenzen in der Weltwirtschaft profitieren", erklärte HSBC. "Exporte werden also weiterhin ein wichtiger Treiber für das deutsche Wachstum bleiben." In 15 Jahre werde sich China zum wichsten deutschen Exportmarkt aufschwingen. Derzeit ist das noch Frankreich. HSBC hat für die Studie mehr als 5500 Unternehmen weltweit befragt. (rts)

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  • Freitag, 15. Dezember 2017
  • Unternehmen
    Oracle übertrifft Erwartungen und enttäuscht dennoch

    Der SAP-Rivale Oracle hat Gewinn und Umsatz im vergangenen Geschäftsquartal deutlich gesteigert. In den drei Monaten bis Ende November kletterte der Überschuss verglichen mit dem Vorjahreswert um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Mrd Euro), wie der Konzern am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Erlöse wuchsen um sechs Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar.

    Obwohl die Prognosen der Analysten damit übertroffen wurden, sank die Aktie nachbörslich um über vier Prozent. Trotz eines starken Umsatzwachstums um 44 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar entwickelte sich das Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet schwächer als erwartet. Oracle entwickelt Unternehmens-Software und Datenbanken. Seit der Übernahme von Sun Microsystems stellt der Konzern auch leistungsstarke Rechner her. (dpa)

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  • Donnerstag, 14. Dezember 2017
  • Geldpolitik
    Bank of England rührt Leitzins nicht an

    Trotz kräftig steigender Preise in Großbritannien hält die britische Notenbank die Füße still. Die Bank of England (BoE) entschied, den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geldinstitute bei 0,5 Prozent zu belassen. Die Entscheidung fiel einstimmig. Die Notenbank hatte den Leitzins Anfang November von dem historisch niedrigen Wert von 0,25 Prozent auf das jetzt gültige Niveau gehievt - der erste Schritt nach oben seit zehn Jahren. Sie reagierte damit auf die ausufernde Inflation: Seit dem EU-Austrittsvotum vom Juni 2016 hat das Pfund deutlich abgewertet, was Importe verteuert und so die Preise anheizt. Mittlerweile ist die Teuerungsrate mit 3,1 Prozent weit über die Zielmarke der BoE von zwei Prozent hinausgeschossen. Eine straffere Geldpolitik stärkt tendenziell die Währung und dämpft den Preisauftrieb. (rts)

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  • Konjunktur
    Viele Langzeitarbeitslose in Griechenland

    Die allmähliche Konjunkturerholung lässt die Arbeitslosigkeit in Griechenland zurückgehen. Die Erwerbslosenrate fiel im dritten Quartal auf 20,2 Prozent, wie das Statistikamt in Athen mitteilte. Im zweiten Quartal waren es noch 21,1 Prozent. Allerdings sind weiterhin mehr als 75 Prozent Langzeitarbeitslose, suchen also mindestens schon zwölf Monate einen Job. Das schuldengeplagte Mittelmeerland hat nach der jahrelangen Wirtschaftskrise noch immer die höchste Arbeitslosenquote in der Eurozone. Anfang 2014 betrug sie aber noch 27,8 Prozent. Zuletzt war die griechische Wirtschaft drei Quartale in Folge gewachsen, hatte im Sommer allerdings an Schwung eingebüßt. (rts)

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  • Unternehmen
    Deutsche Bank verkauft Polen-Geschäft

    Die Deutsche Bank zieht sich aus dem Geschäft mit Privat- und Firmenkunden in Polen zurück. Die Sparte geht für 305 Millionen Euro an die drittgrößte Bank des Landes, Bank Zachodni WBK (BZ WBK), die mehrheitlich dem spanischen Finanzriesen Santander gehört. Im Investmentbanking, im Zahlungsverkehr und im Kreditgeschäft mit großen polnischen und internationalen Kunden will die Deutsche Bank in Polen aktiv bleiben. Auch das Geschäft mit Fremdwährungskrediten, die von der polnischen Politik kritisch gesehen werden, bleibt aus dem Verkauf ausgeklammert. Viele Polen hatten sich mit Krediten in Schweizer Franken verspekuliert. Die Deutsche Bank bekommt 80 Prozent des Kaufpreises in Form von 2,75 Millionen neuen Aktien der BZ WBK und hält damit 2,7 Prozent an dem Institut. Der Anteil von Santander sinkt damit auf 67,6 Prozent. Den Rest zahlen die Polen in bar. Laut BZ WBK verkauft die Deutsche Bank die Polen-Tochter deutlich unter dem Buchwert. (rts)

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  • Finanzmarkt
    Schweiz hält an Negativzinsen fest

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hält angesichts der fragilen Entwicklung an den Devisenmärkten an ihrer Geldpolitik fest. Das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor beließen die Währungshüter bei minus 1,25 bis minus 0,25 Prozent. Die Strafzinsen, die Banken ab einem gewissen Freibetrag der Nationalbank bezahlen, liegen unverändert bei 0,75 Prozent. Darüber hinaus ist die Zentralbank bei Bedarf weiterhin zu Interventionen am Devisenmarkt bereit, um eine wirtschaftsschädliche Aufwertung des Frankens zu verhindern. Dieser hat sich in den vergangenen Monaten zwar abgeschwächt, ist aber aus Sicht der Währungshüter weiterhin hoch überbewertet. (rts)

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  • Luftfahrt
    Airbus will weniger A380 bauen

    Airbus erwägt, die Produktion des Großraumflugzeugs A380 zu drosseln. Es werde über eine Verringerung auf sechs bis sieben Maschinen pro Jahr nachgedacht, sagte der Airbus-Manager Fabrice Bregier. Allerdings gebe es noch keine endgültige Entscheidung. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits vor wenigen Tagen unter Berufung auf Insider berichtet, Airbus prüfe derzeit, ob die Produktion bis auf sechs Maschinen pro Jahr gesenkt werden könne. Schon 2018 wolle Airbus nur noch zwölf und 2019 nur noch acht Jets des Typs herstellen, hieß es damals. In der Spitze lag die Jahresproduktion bei der A380 einst bei 30 Maschinen. Aus der Sicht vieler Fluggesellschaften lassen sich jedoch kleinere Flugzeuge flexibler und effizienter einsetzen als die A380. (rts)

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