Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Samstag, 15. September 2018
  • Finanzen

    Wirecard plant Angebot von kleinen Krediten über App

    Das künftige Dax-Mitglied Wirecard will sein Kerngeschäft rund die Abwicklung digitaler Zahlungen um Kleinkredite für die Kunden erweitern. Dies kündigte der Chef des Unternehmens aus Aschheim, Markus Braun, im "Spiegel" an. "Angenommen, Sie sind Pizzabäcker, kooperieren in der Zahlungsabwicklung mit Wirecard und brauchen einen neuen Ofen. Dann können Sie den Kredit dafür über unsere App kriegen", erklärte der Manager. Eine Vergabe wie bei einer großen Bank strebe Wirecard jedoch nicht an. "Wir werden keine Immobilienkredite oder Ähnliches anbieten", sagte Braun. (dpa)

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  • Mittwoch, 21. November 2018
  • Konjunktur
    Italiens Wachstum gebremst

    Italiens Statistikamt Istat blickt skeptischer auf die Konjunktur des Landes. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2018 nur noch um 1,1 Prozent zulegen, erklärte die Behörde zu ihrer neuen Wachstumsschätzung. Bisher hatte sie ein Plus von 1,4 Prozent veranschlagt. Für 2019 sei ein Anstieg der Wirtschaftskraft um 1,3 Prozent zu erwarten. Die Prognosen sind einen Tick pessimistischer als die der Regierung von rechter Lega und populistischer Fünf-Sterne-Bewegung. Die Koalition liegt derzeit wegen ihres Haushaltsentwurfs für 2019 im Clinch mit der EU-Kommission. Istat zufolge könnten die höheren Staatsausgaben Italien allerdings im nächsten Jahr zu einer stärkeren Inlandsnachfrage verhelfen. (rts)

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  • Versicherungen
    Generali plant Schuldenabbau

    Der italienische Versicherungskonzern Generali will in den kommenden drei Jahren seine Schulden verringern und in Asien und Lateinamerika wachsen. Das kündigte die Assicurazioni Generali SpA bei der Präsentation ihrer Strategie für die Jahre 2019 bis 2021 an. Demnach sollen die Schulden bis 2021 um bis zu 2 Milliarden Euro zurückgeführt werden. Gleichzeitig will Generali die Erträge steigern und 1 Milliarde Euro in Innovationen und die digitale Transformation investieren. Der Versicherer plant, seine Präsenz in einigen europäischen Märkten zu verstärken und will "profitables Wachstum in Asien und Lateinamerika erzielen". Generali prognostiziert einen Anstieg des Gewinns je Aktie bis Ende 2021 um 6 bis 8 Prozent und strebt eine Dividendenausschüttung von 55 bis 65 Prozent an. Im Rahmen der Dreijahresstrategie strebt das Unternehmen eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von mehr als 11,5 Prozent an. (DJ)

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  • Unternehmen
    Weitere Glyphosat-Klage gegen Bayer

    In den USA kommt eine weitere Klage gegen die Bayer-Tochter Monsanto wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat im Februar vor Gericht. Das kündigte ein Bezirksrichter in San Francisco an. Es geht demnach um den Fall eines Mannes aus Kalifornien, der dann vor einem Bundesgericht verhandelt werden soll. Erst im Oktober hatte ein US-Gericht überraschend ein Urteil gegen Monsanto bestätigt, in dem erstmals Glyphosat für die Krebserkrankung eines Klägers verantwortlich gemacht wurde. Die Strafsumme wurde aber von zunächst 289 Millionen auf 78 Millionen Dollar verringert. Seit dem ersten Urteil im August brach der Bayer-Aktienkurs um mehr als 30 Prozent ein. (rts)

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  • Handelsstreit
    USA: China hält an unfairen Praktiken fest

    Die USA erhöhen den Druck im Handelsstreit mit China. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer präsentierte einen Zwischenbericht, wonach die bisherigen Strafzölle der Vereinigten Staaten die Volksrepublik nicht zum Einlenken bewegt haben. Die Führung in Peking unterstütze weiter den Diebstahl geistigen Eigentums und zwinge US-Firmen, ihr Technologie-Know-how an chinesische Unternehmen weiterzugeben. "Dieser Lagebericht zeigt, dass China seine unfairen, untragbaren und wettbewerbsverzerrenden Praktiken nicht grundlegend geändert hat", betonte Lighthizer. (rts)

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