Wirtschaft Kurzmeldungen
  • Montag, 02. Oktober 2017
  • Anleihen

    Zinskosten für Spanien steigen nach Referendum

    Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien verlangen Investoren höhere Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen. Die Rendite für die Papiere mit zehnjähriger Laufzeit legte um 0,07 Punkte auf 1,69 Prozent zu, wie aus Daten von Tradeweb hervorgeht. Das ist der höchste Wert seit Mitte Juli. Der Aufschlag zur deutschen Bundesanleihe fiel so hoch aus wie seit knapp vier Monaten nicht mehr. Nach Angaben aus Barcelona stimmten am Sonntag 90 Prozent der Wähler für eine Loslösung von Spanien. Katalonien ist das industrielle Kraftzentrum Spaniens, das für etwa ein Fünftel der Wirtschaftskraft des Landes steht. (rts)

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  • Montag, 11. Dezember 2017
  • Unternehmen
    Autoteilehändler Stahlgruber in die USA verkauft

    Der Autoteilehändler Stahlgruber wird amerikanisch. Der US-Rivale LKQ übernimmt Stahlgruber aus Poing bei München für knapp 1,5 Milliarden Euro. Wie die LKQ Corporation mitteilte, will sie damit ihre führende Position im europäischen Handel mit Kfz-Teilen stärken. Stahlgruber verfügt über 228 Verkaufszentren, sechs Lagerhäuser und ein knapp 128.000 Quadratmeter großes, modernes Logistikzentrum. Knapp 6600 Stahlgruber-Mitarbeiter werden zu LKQ wechseln. Stahlgruber wird 2017 voraussichtlich einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erzielen. (DJ)

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  • Tourismus
    Lidl übernimmt Reiseveranstalter

    Die Discounter-Kette Lidl baut ihr Reisegeschäft aus. Das Unternehmen übernimmt den insolventen Veranstalter JT Touristik, wie Insolvenzverwalter Stephan Thiemann mitteilte. Stimmen die Kartellbehörden zu, will Lidl den Kauf Anfang 2018 abschließen. Die Marke JT Touristik bleibe erhalten, ebenso alle 60 Stellen bei der Berliner Firma, hieß es.  Die Gründerin Jasmin Taylor verlasse das Unternehmen. "Das Know-how von JT ergänzt sich hervorragend mit den Kompetenzen, die wir in den letzten zehn Jahren aufgebaut haben", sagte Christoph Hahn, Reise-Chef bei Lidl E-Commerce International. Gebuchte Reisen finden den Angaben zufolge wie geplant statt. (dpa)

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  • Schnee behindert den Flugverkehr
    Fraport kämpft gegen den Winter

    Wetterchaos im deutschen Flugverkehr: Nach den ergiebigen Schneefällen vom Wochenende beginnt sich der Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen allmählich wieder zu normalisieren.

    Am Morgen fielen wegen Eis und Schnee zwar noch 77 der für diesen Tag geplanten Flüge aus, wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport sagte. Es könne auch noch zu Verzögerungen kommen. Der Großteil der Flugbewegungen sollte demnach aber pünktlich sein.

    Die Lage hat sich nach Angaben der Sprecherin im Vergleich zum Wochenende beruhigt. Am Sonntag waren demnach insgesamt 405 Flüge witterungsbedingt ausgefallen. Auf dem Vorfeld und den Landebahnen kämpften Flughafenmitarbeiter mit Räumfahrzeugen und Enteisungsmaschinen gegen Schnee und Eis auf Pisten, Rollbahnen und Tragflächen.

    Die Flugausfälle vom Wochenende wirbelten die Pläne vieler Reisender durcheinander. Am Frankfurter Flughafen strandeten hunderte Passagiere. 200 Personen mussten im Flughafen auf Feldbetten übernachten, weil ihre Anschlussflüge ausfielen.

    "Alles zugeschneit"

    Starke Schneefälle und Glatteis hatten dort den Flugplan durcheinandergebracht. Die Räum- und Enteiser-Teams waren im Dauereinsatz. "Bei unseren langen Start- und Landebahnen mussten die Räumfahrzeuge, wenn sie hinten fertig waren, vorne wieder anfangen, weil wieder alles zugeschneit war", erklärte die Sprecherin.

    Die witterungsbedingten Schwierigkeiten bleiben nicht auf Deutschlands größten Airport beschränkt. Am Münchner Flughafen kommt es nach heftigen Schneefällen und Eisregen ebenfalls zu Verspätungen und Flugausfällen. 185 von 1000 Flügen seien am Sonntag gestrichen worden, teilte ein Flughafen-Sprecher mit. Einige Maschinen hätten München wegen zu großer Verspätung nicht mehr angeflogen und konnten dort am Montagmorgen entsprechend nicht starten.

    Für den Wochenbeginn rechnet der Sprecher daher mit weiteren 50 Annullierungen. Bis zum Nachmittag sollte sich die Situation wieder beruhigen, hieß es. Aufgrund der Wetterlage war am Sonntag über Stunden nur eine von zwei Start- und Landebahnen freigegeben gewesen, während die andere enteist wurde. Zudem mussten die startenden und landenden Flugzeuge einen größeren Abstand zueinander einhalten als sonst.

    Am Himmel über Deutschland treffen derzeit zwei Wettersysteme aufeinander: Während das Sturmtief "Yves" von Südwesten her Richtung Ostsee zieht, strömen feuchtwarme Luftmassen von Süden her nach Deutschland. Nach den ergiebigen Schneefällen muss mit Tauwetter, Starkwinden und einem deutlichen Temperatursprung gerechnet werden, wie n-tv Meteorologe Björn Alexander warnt. Für die Region am Alpenrand gilt eine Unwetterwarnung.

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