Marktberichte

Dow Jones schließt mit Plus Australiens Notenbank schiebt US-Börsen an

c773a61e1b0770abd180ef00d29defbd.jpg

(Foto: REUTERS)

Die schwelenden Handelskonflikte drücken stark auf das globale Wachstum. Die Entscheidung der australischen Notenbank, den Zinssatz zu senken, macht auf US-Anlegern Hoffnung, dass die Fed bald nachzieht.

Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Fed haben der Wall Street Auftrieb gegeben. Der Dow-Jones-Index legte um 2,1 Prozent auf 25.332 Punkte zu und schloss damit nur knapp unter seinem Tageshoch. Der S&P-500 erhöhte sich um 2,1 Prozent und der Nasdaq-Composite schloss mit einem Plus von 2,6 Prozent. Dort waren die Kurse am Vortag gegen den übergeordneten Trend um 1,6 Prozent abgestürzt.

Genährt wurden die Spekulationen durch die Entscheidung der australischen Notenbank, den Schlüsselsatz auf ein Rekordtief zu senken. "Der Markt fordert niedrigere Zinsen als Schutz gegen etwaige konjunkturelle Schwäche", sagte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. "Damit steigt auch der Druck auf die Fed, die Zinsen zu senken."

Vor diesem Hintergrund kündigte US-Notenbankchef Jerome Powell eine "angemessene Reaktion" auf Auswirkungen des Zollstreits zwischen den USA und China an. Darüber hinaus keimte Hoffnung auf, dass der Zollkonflikt zwischen den USA und China doch noch beigelegt werden kann. Auslöser war der Appell des chinesischen Handelsministeriums, Differenzen auf dem Verhandlungsweg zu überwinden.

Navistar
Navistar 26,25

Zu den Favoriten an der Wall Street gehörte der Lkw-Bauer Navistar mit einem Kursplus von rund neun Prozent. Umsatz- und Betriebsgewinn der Volkswagen-Beteiligung lägen über den Markterwartungen, schrieb Analyst Stephen Volkmann von der Investmentbank Jefferies. Navistar hob außerdem seine Ziele für das Gesamtjahr an.

Gesenkte Gesamtjahresziele drückten Box deutlich ins Minus. Die Aktien des US-Anbieters von Online-Speicherplatz sackten rund fünf Prozent ab. Angesichts eines schleppenden Geschäfts rechnet das Unternehmen für 2019 nur noch mit einem Umsatz von 688 bis 692 statt 700 bis 704 Millionen Dollar. Im abgelaufenen Quartal blieben die Erlöse mit 118,4 Millionen Dollar hinter den Markterwartungen zurück. Die Papiere des Rivalen Dropbox büßten 2,2 Prozent ein.

In der Hoffnung auf einen Wachstumsschub durch Zinssenkungen der großen Notenbanken stiegen Anleger auch in europäische Aktien ein. Der Dax legte am Dienstag 1,5 Prozent auf 11.971,17 Punkte zu und der EuroStoxx50 gewann ein Prozent auf 3333,49 Zähler.

Quelle: n-tv.de, mba/rts