Marktberichte

Nach US-Jobdaten Euro rollt weiter ins Tal

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(Foto: REUTERS)

Besser als erwartet ausgefallene US-amerikanische Arbeitsmarktdaten verstärken den Druck auf den Euro. Die Gemeinschaftswährung verzeichnet am Freitag ein neues Jahrestief.

Der Euro hat auf die Bekanntgabe besser als erwartet ausgefallener Arbeitsmarktdaten aus den USA mit deutlichen Abschlägen reagiert und ist am Freitagnachmittag auf ein neues Jahrestief von unter 1,2520 US-Dollar gefallen.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,11

Die US-Wirtschaft hat im September 248.000 neue Stellen geschaffen - erwartet wurde ein Plus von 215.000. Daneben wurde der schwache Vormonat auf plus 180.000 nach oben revidiert nach zunächst 142.000.

Die Börsianer hatten eine erneute Enttäuschung nicht ausgeschlossen, nachdem die Beschäftigungskomponente einiger regionaler Indizes zuletzt enttäuscht hatte. Ein erneut schwacher Arbeitsmarktbericht hätte möglicherweise dazu geführt, dass die Anleger die Erwartung einer ersten Zinserhöhung in den USA nach hinten verschieben. Das hätte den Dollar vermutlich belastet.

Die europäischen Aktienmärkte reagierten leicht positiv auf die Daten aus Übersee. Für die Börsen sind insbesondere gute Arbeitsmarktdaten, die einen großen Einfluss auf die Fed-Politik haben, ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind eine bessere US-Wirtschaft auch eine gute Nachricht für die Aktienmärkte. Andererseits legen sie nahe, dass sich die Zeit des extrem billigen Geldes dem Ende zuneigt.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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