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Nur kurze Erholung Euro sackt wieder ab

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Bleiben die Eulen?

(Foto: dpa)

Der Euro erholt sich am Pfingstmontag nur zwischenzeitlich von seinen starken Verlusten in der vergangenen Woche. Die Hoffnung, dass Griechenland bei entsprechendem Ausgang der Neuwahlen doch in der Euro-Zone bleibt, stützt nur kurz den Kurs.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Nachdem die Gemeinschaftswährung am Vormittag noch von neuen Wahlumfragen in Griechenland profitieren konnte, wurde sie im weiteren Verlauf von einer abermaligen Eintrübung an den Anleihemärkten Spaniens und Italiens belastet. Zuletzt kostete ein Euro 1,2540 US-Dollar und damit einen halben Cent weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2566 (Freitag: 1,2546) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7958 (0,7971) Euro.

Unterstützung erhielt der Euro im frühen Handel von Umfragen zu den Mitte Juni anstehenden Neuwahlen in Griechenland. So lassen mehrere am Wochenende veröffentlichte Erhebungen darauf schließen, dass ein Wahlsieg der reformkritischen Linkspartei Syriza alles andere als ausgemacht ist. Vielmehr lag zuletzt die konservative Partei Nea Dimokratia (ND) in der Wählergunst vorne. Damit steigen die Chancen auf eine Fortsetzung des Spar- und Reformkurses. Dies gilt als Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen, ohne die Athen bald pleite wäre. Möglicherweise würde das Land dann auch aus dem Währungsraum austreten.

Für Ernüchterung sorgte unterdessen die trübe Lage an den großen Anleihemärkten Spaniens und Italiens. Dort zogen die Risikoaufschläge für Staatsanleihen weiter an. In Spanien erreichte der Aufschlag für zehnjährige Papiere sogar erneut einen Rekordstand seit Einführung des Euro. Unterdessen musste Italien abermals höhere Zinsen für frisches Kapital zahlen. Damit wird die Schuldenaufnahme für beide Länder immer teurer, was für die ohnehin angeschlagenen Staatshaushalte eine starke Zusatzbelastung darstellt.

Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80010 (0,80030) britische Pfund, 99,75 (99,80) japanische Yen und 1,2019 (1,2014) Schweizer Franken festgelegt.

Quelle: ntv.de, sla/rts