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Entspannung im Handelsstreit? G20-Gipfel gibt US-Anlegern Hoffnung

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(Foto: imago images / UPI Photo)

In wenigen Tagen treffen sich US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi beim G20-Gipfel in Japan. An der Wall Street gibt man sich zuversichtlich, dass die Gespräche den Handelskonflikt positiv beeinflussen werden.

Die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Wall Street angetrieben. Zudem zog ein optimistischer Ausblick des Chip-Produzenten Micron den Technologie-Sektor ins Plus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab minimal nach auf 26.537 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,1 Prozent auf 2914 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte indes um 0,3 Prozent auf 7909 Punkte zu.

US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte dem Sender CNBC mit Blick auf einen Handelsvertrag zwischen China und den USA, 90 Prozent des Weges dahin seien zurückgelegt. Er glaube, dass der Streit beigelegt werden könne. Am Freitag beginnt der G20-Gipfel in Japan. Dann soll es auch zu Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping zum Thema Handel kommen.

Micron legt deutlich zu

Trump wirft China unter anderem unfaire Handelspraktiken vor und hat deswegen eine Reihe von Zöllen auf chinesische Importe erlassen oder erhöht. China hat mit Gegenmaßnahmen reagiert. "Der Zoll-Krieg ist immer noch der heftigste Gegenwind für die Weltwirtschaft", sagte der Marktanalyst Craig Erlam von Oanda. Er sei zuversichtlich, dass dazu beim G20-Treffen Fortschritte gemacht würden.

Ein optimistischer Ausblick von Micron hellte die Stimmung im Chipsektor auf. Der Konzern hat Lieferungen an den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei teilweise wieder aufgenommen und rechnet im Laufe des Jahres mit einer Erholung der Nachfrage nach seinen Chips. Micron-Aktien legten um knapp 14 Prozent zu. Auch die Schwergewichte im Technologieindex Nasdaq Amazon, Microsoft und Apple konnten sich verbessern.

Ein Plus verzeichnete auch der Energiesektor nach dem Ausfall einer Raffinerie an der US-Ostküste. Zudem schrumpfte der Rohöl-Vorrat der USA stärker als erwartet. Zu den größten Verlierern im S&P 500 zählten General Mills. Die Papiere verloren knapp fünf Prozent. Der Lebensmittel-Hersteller hat weniger umgesetzt als von Analysten erwartet.

Quelle: n-tv.de, jpe/rts