Marktberichte

Nikkei auf Rekordjagd Japan feiert den Yen

2013-05-13T035634Z_01_TOK604R_RTRMDNP_3_MARKETS-JAPAN-STOCKS.JPG434508485042258410.jpg

Unfairer Tricks mit der Währung? Japans Exportindustrie profitiert von der künstlich erzeugten Yen-Schwäche.

(Foto: REUTERS)

Zu Beginn der neuen Woche blicken Anleger im asiatischen Aktienhandel auf neue Höchststände: Der Yen gibt weiter nach. An der Börse in Tokio geht es weiter aufwärts.

Die Talfahrt des Yen hievt Japans Börsen immer weiter nach oben: In Tokio kletterte er Leitindex Nikkei um 1,2 Prozent auf 14.782 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2007. Anleger setzten darauf, dass Exportunternehmen ihre Geschäftsprognosen für das laufende Geschäftsjahr erhöhen werden, hieß es.

Als einen Auslöser führten Marktexperten Signale vom Treffen der Finanzminister und -Notenbankchefs der sieben führenden Industrieländer (G7) an. Dort sei Japan von direkter Kritik an seiner lockeren Währungspolitik verschont geblieben. "Wenn international die Schwäche des Yen kritisiert wird, könnten nervöse Investoren die Käufe einstellen. Diese Ängste schwinden nun jedoch etwas", erläuterte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Der Kurs des Yen fiel zum Dollar bis auf ein Viereinhalb-Jahres-Tief von 102,15 Yen, erholte sich dann aber wieder etwas,.

Zu der guten Stimmung trugen auch die Gewinne an der Wall Street vom vergangenen Freitag bei. "Es gibt eine wachsende Nachfrage ausländischer Investoren nach japanischen Exporteuren", berichtete Kyoya Okazawa von BNP Paribas. "Der Markt ist sich ziemlich sicher, dass die Firmen ihre bereits bekanntgegeben Zahlen nach oben schrauben werden."

Die anhaltende Abwertung des Yen im Zuge einer extrem lockeren Geldpolitik sorgt für eine deutliche Verbesserung der Geschäftsperspektiven der japanischen Firmen. Vor allem die Aktien exportorientierter Konzerne legten zu: Zu den Kursgewinnern zählten etwa Toyota, die sich um 3,8 Prozent verteuerten. Fujitsu-Papiere gewannen 3,4 Prozent, Sony 3,8 Prozent.

Quelle: n-tv.de, mmo/rts

Mehr zum Thema