Marktberichte

US-Börsen schließen tiefer Kursverluste am Quartalsanfang

Das zweite Quartal sollte einen Aufschwung auf der Wall Street bringen, so zumindest die Hoffnung der Händler. Die börsenanfängliche Euphorie währte aber nur zwei Stunden. Zu Börsenende lag der Dow Jones ein Prozent tiefer auf 9.778 Punkten. Die Nasdaq rutschte zu Quartalsbeginn unter die 1800er-Marke. Der Composite-Index beeendete den Handel mit mehr als drei Prozent im Minus auf 1.783 Zähler. Der Standard & Poor 500 gab 1,3 Prozent ab.

Als Gründe für die Kursrückgänge nannten Marktbeobachter Gewinnwarnungen und die Veröffentlichung des Nationalen Einkaufsmanager-Index für März. Diese häten die Investoren verunsichtert und eine Verkaufswelle ausgelöst.

Schwächen in der Biotech-Branche drückten den technologielastigen Nasdaq-Index, nachdem die Investmentbank Lehman Brothers die Aktien von Genentech, Biogen und MedImmune von "Stark Kaufen" auf "Kaufen" zurückgestuft hatte. Halbleiterwerte kamen auch unter die Räder. Xilinx, Applied Micro Circuits, Vitesse Semiconductors, Applied Materials gaben bis zu 14 Prozent ab, Intel und Altera verloren um drei Prozent.

Die Titel von DuPont stiegen leicht an. Der größte US-Chemiekonzern wird auf Grund der Schwächen im Kleidungs- und Textilmarkt 4.000 Mitarbeiter, oder vier Prozent der Belegschaft, entlassen. Einige Produktionsstätten sollen ganz geschlossen werden.

American Express gab für das am vergangenen Samstag beendete erste Quartal eine Gewinnwarnung heraus. Danach wird ein Gewinn von 39 Cent je Anteilsschein erwartet. Das Ergebnis liegt neun Cent unter den eigenen Prognosen des Finanzdienstleisters und 13 Cent unter den Vorhersagen der Analysten. Berichte über eine mögliche Übernahme durch die Citgroup hatten den Wert von American Express noch am Freitag in die Höhe getrieben. Bei Börsenschluss handelten die Papiere fast vier Prozent billiger auf 39,70 US-Dollar.

Die Anteilsscheine von Electronic Data Systems gaben 86 Cent auf genau 55 Dollar ab. Der US-Konzern übernahm den Hamburger IT-Dienstleister und Konkurrenten Systematics für 635 Mio. Euro.

Die Aktien des Softwarehersteller i2 Technologies kletterten bei Börsenende um mehr als sechs Prozent auf 15,44 Dollar, obwohl das Unternehmen Aufwendungen für Umstrukturierungsmaßnahmen für das zweite Quartal bekannt gab. Gleichzeitig korrigierte der Konzern die Gewinnerwartungen für das erste Quartal und das Finanzjahr 2001 nach unten. 600 Mitarbeiter sollen entlassen werden..

Quelle: n-tv.de

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