Marktberichte

Mit viel Kampf und Krampf Euro zeigt sich über 1,35

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Pleite-Bank, Bankenkrise? Der Euro schaut wieder mit bangerem Blick nach Portugal.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mit Notierungen zeitweise deutlich über 1,35 Dollar hat der Euro zum Start in die neue Handelswoche aufgewartet. Die Gemeinschaftswährung lag am frühen Abend bei 1,3528 Dollar, nachdem sie am Freitag für kurze Zeit unter 1,35 Dollar gerutscht war und bei 1,3494 Dollar den tiefsten Stand seit Februar erreicht hatte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3518 Dollar fest nach 1,3525 Dollar am Freitag. Der Dollar kostete damit 0,7398 Euro. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79150 britische Pfund, 136,97 Yen und 1,2144 Schweizer Franken.

"Am Devisenmarkt setzen viele Marktteilnehmer beim Euro weiterhin auf eine Seitwärtsbewegung", kommentierte Experte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Der Kurs der Gemeinschaftswährung sei daher am vergangenen Freitag nur kurze Zeit unter 1,35 Dollar gerutscht und schnell wieder in die Handelsspanne der vergangenen Tage zurückgekehrt.

Wegen der starken Verflechtung der europäischen Wirtschaft in der Region sehen die Marktexperten von Morgan Stanley (MS) den Euro nicht als Profiteur oder sicheren Hafen im Angesicht der jüngsten Entwicklung zwischen der Ukraine und Russland. Im Gegenteil könnte die Gemeinschaftswährung sogar noch weiter unter Druck geraten, wenn die europäischen Außenminister bei ihrem Treffen in dieser Woche weitere Sanktionen gegen Russland beschließen sollten.

Auch Portugal wird nach Einschätzung des Experten Dirk Gojny von der National-Bank im Blickpunkt bleiben. "Doch sind die Probleme der Banco Espirito Santo lokaler Natur, so dass sie kaum auf andere Regionen abstrahlen werden."

Quelle: n-tv.de, bad/rts/dpa/DJ

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