Marktberichte

China-Daten und das liebe Öl Goldpreis knackt die Marke

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Die undurchsichtige Lage in der Ukraine könnte den Goldpreis wieder in die Höhe treiben.

(Foto: REUTERS)

Die 1300-Dollar-Marke beim Goldpreis gilt als psychologisch wichtige Marke. Für den Markt ist das Überspringen daher wichtig. Beim Ölpreis schauen die Marktteilnehmer dagegen in die Ukraine - und die USA.

An den Rohstoffmärkten gehen die Blicke der Investoren am Mittwoch wieder in Richtung Edelmetalle und Öl. Nachdem der Goldpreis am Dienstag unter die Marke von 1300 Dollar gefallen war, überwand er diese Marke nun wieder. Die Feinunze kostete am Abend 1300,40 Dollar. Das Tageshoch lag soagr bei 1306 Dollar. Der Goldpreis hatte am Dienstag mit minus 1,8 Prozent den stärkten Tagesverlust seit vier Monaten verzeichnet, nachdem China enttäuschende Finanzmarktdaten präsentiert hatte.

Gold, Feinunze
Gold, Feinunze 1.729,40

Die andauernden Spannungen in der Ukraine trieben auch den Ölpreis weiter in die Höhe. Brent verteuerte sich in der Spitze um 0,8 Prozent auf ein Sechswochenhoch von 110,20 Dollar je Barrel. Anleger fürchten, dass es wegen des Konfliktes zu Versorgungsengpässen in Europa kommen könnte.

Schwächere Daten zur chinesischen Ölnachfrage hätten die Kurse nur kurz belastet, stellten die Analysten der Commerzbank fest. Zudem stütze die immer noch schleppenden libyschen Exporte die Preise. Zwar wurden die Ausfuhren teilweise wieder aufgenommen, doch von einer Normalisierung der Öllieferungen könne weiter keine Rede sein.

Auch der Preis für US-Öl der WTI zog um 1,2 Prozent auf 104,99 Dollar an. Die Commerzbank-Analysten führten dies auf einen Rückgang der am Verteilerknotenpunkt Cushing in Oklahoma gemeldeten Bestände zurück. Dem Branchenverband API zufolge waren die Bestände in Cushing um 640.000 Barrel gefallen. Die Vorräte dort gelten als entscheidend für die Preisgestaltung beim WTI. Insgesamt zogen die Rohölbestände der USA in der vergangenen Woche aber mit 7,6 Millionen Fässern stärker als erwartet an. Analysten hatten nur mit einem Plus von 2,3 Millionen Barrel gerechnet.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/DJ