Marktberichte

Nasdaq gut - alles gut Nemax legt deutlich zu

Das Softwareunternehmen SAP und der finnische Handyproduzent Nokia haben am Donnerstag mit überraschend guten Quartalszahlen für steigende Kurse am Neuen Markt gesorgt. Am Nachmittag brachte die Nasdaq zusätzlich Rückenwind. Der Nemax50 legte 3,6 Prozent auf 1169 Punkte zu, der Nemax All Share verbesserte sich 2,3 Prozent auf 1229 Punkte.

SAP hatte am Morgen Quartalszahlen bekanntgegeben, die sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Erwartungen von Analysten übertrafen. Zudem gab das Walldorfer Softwarehaus einen positiven Ausblick für das Gesamtjahr. Die guten SAP-Zahlen würden auch an der deutschen Wachstumsbörse als Hoffnungsschimmer für die gebeutelten Technologiewerte aufgenommen, so ein Marktbeobachter.

Wie die Mutter - so die Tochter: zu den größten Gewinnern gehörte die Aktie von SAP SI, die auf Softwareberatung spezialisiert ist. Die Aktie stieg knapp 11 Prozent auf 22,48 Euro. Zulegen konnte im Sog der SAP-Zahlen auch Intershop. Die Aktie verbessert sich 14,7 Prozent auf 3,90 Euro. Das Unternehmen gab ausserdem bekannt, man habe eine Kooperation mit dem US-Druckerhersteller HP und dem IT-Dienstleister TDS vereinbart.

Im Mittelpunkt stand auch die Aktie von Morphosys. Das Biotechnologieunternehmen gab am Morgen bekannt, in der Krebs-Kooperation mit GPC Biotech einen Meilenstein erreicht zu haben. Die Aktie avancierte zum Tagesgewinner und stieg um knapp 24 Prozent auf 39,05 Euro. Die Aktie von GPC Biotech gewann 14,6 Prozent auf 9,41 Euro.

Zu den Gewinnern im Nemax All Share gehörte auch Endemann. Der Suchmaschinenbetreiber korregierte seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2001 deutlich nach unten. Die Aktie legte dennoch gut 23 Prozent auf 0,96 Euro zu. Viele Anleger hätten wohl mit einer noch drastischeren Korrektur der Prognosen gerechnet, außerdem sei der Ausblick nicht so schlecht, erklärte ein Händler die Gewinne.

Die Aktie von IDS Scheer verbesserte sich 7,4 Prozent auf 13,75 Euro. Das Unternehmen vermeldete die Übernahme des Beratungsbereichs von Bristlecone, einen amerikanischen Zulieferer von Verwaltungsprogrammen.

Der Münchner Discount-Broker Direkt Anlage Bank teilte mit, man habe im zweiten Quartal trotz des schlechten Börsenumfelds die Zahl der Depots steigern können und betreue erstmals mehr als eine halbe Millionen Kunden. Die Aktie fiel dennoch 1,5 Prozent auf 13,60 Euro, da die Zahl der durchgeführten Transaktionen im zweiten Quartal abnahm.

Quelle: n-tv.de

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