Marktberichte

Furcht vor Giftbriefen Nikkei verliert über zwei Prozent

Furcht vor einer weiteren Abschwächung des US-Verbrauchervertrauens nach den jüngsten Milzbrandfällen in den USA haben die asiatischen Börsen am Donnerstag tief ins Minus rutschen lassen. Nach dem Kurssturz an der Nasdaq gaben besonders Technologiewerte nach. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index an der Tokioter Börse fiel um 2,6 Prozent auf 10.474 Punkte. Der breiter gefasset Topix gab 1,7 Prozent auf 1068 Punkte ab.

Die High-Tech-Titel schlossen den Handel mit Verlusten ab. Toshiba konnten zunächst gewinnen, nachdem eine Zeitung über eine mögliche Koopertaion mit Infineon iin der Halbleiterproduktion berichtet hatte, beendeten den Handel jedoch mit einem Abschlag von 1,4 Prozent auf 492 Yen. NEC gaben 2,1 Prozent auf 1163 Yen ab, Sony verloren 2,4 Prozent auf 4930 Yen. Advantest verbuchten ein Minus von sechs Prozent auf 6480 Yen.

Die Investoren seien sehr nervös hinsichtlich des Technologiesektors und der Unternehmen, deren Umsätze stark von den USA abhängig sind, sagten Händler. Nach dem Eingang verdächtiger Briefe mit Pulverinhalt an das Büro von Japans Premierminister Junichiro Koizumi sowie das Außenministerium am Mittwoch sei der Markt besonders labil. "Wenn es in Japan weitere Fälle mit verdächtiger Post geben sollte, wird das den Markt zusätzlich belasten", sagte ein Händler. Die Substanz in den verschickten Briefen hatte sich bislang als harmlos erwiesen.

Quelle: ntv.de

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