Marktberichte

Ölpreis und Konjunkturdaten US-Börsen geben nach

Ein deutlicher Anstieg des Ölpreises und gedämpfte Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung haben den US-Aktienmärkten leichte Verluste eingebracht. Zu den Verlierern zählten vor allem Werte von Unternehmen mit einem großen Energiebedarf - darunter der Baugerätehersteller Caterpillar und der Mischkonzern General Electric. Dagegen legten die Papiere der Ölmultis zu. Auch Übernahmen sorgten für Gewinne auf dem Parkett.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,08 Prozent schwächer bei 13.476 Punkten und damit nur wenige Zähler unter seinem Rekordschlussstand vom Vortag. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 13.447 und 13.516 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,09 Prozent auf 1512 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 0,32 Prozent auf 2539 Stellen.

"Die Ölpreise ziehen wieder an und das drückt schon ein wenig die Stimmung am Markt", sagte Analyst Marc Pado von Cantor Fitzgerald in San Francisco. Der Preis für die Nordsee-Sorte Brent für war aus Sorge vor Lieferengpässen um mehr als drei Prozent gestiegen und hatte erstmals seit September wieder die psychologisch wichtige Marke von 70 Dollar überschritten. "Ich wundere mich, warum der Markt nicht etwas negativer reagiert", sagte auch Analyst Jim Fehrenbach von Piper Jaffray zum Ölpreis.

Daneben trübten auch frische Konjunkturdaten die Stimmung: Der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia stieg im Mai überraschend deutlich. Das Wirtschaftsbarometer kletterte auf 4,2 Punkte und signalisierte damit einen Anstieg der Industrieaktivitäten der Region. Anleger schlossen daraus aber, dass die US-Notenbank Fed ihre Zinsen in naher Zukunft wohl nicht senken wird.

Unter den hohen Energiepreisen litt unter anderem der Aktienkurs von General Electric, der um 0,8 Prozent auf 36,53 Dollar nachgab. Die Anteilsscheine von Caterpillar fielen rund 1,5 Prozent auf 74,84 Dollar. Zudem senkte Stifel Nicolaus sein Rating für das Unternehmen. Die Aktien des Ölkonzerns Exxon Mobil stiegen dagegen um 0,4 Prozent auf 81,80 Dollar.

Zu den Gewinnern zählten auch die Anteilscheine von Sun Microsystems, die rund 3,5 Prozent zulegten. Der Konzern kündigte an, Aktien für mehrere Milliarden Dollar zurückkaufen zu wollen. Die Anteilscheine von J.C. Penney verteuerten sich um 5,2 Prozent. Der Einzelhändler hatte vor Börsenstart einen höheren Gewinn für das abgelaufene Quartal gemeldet.

Die Aktien der Dienstleistungsfirma Alliance Data Systems stiegen zudem um knapp 25 Prozent auf 78,46 Dollar, nachdem das Management einer Übernahme durch die Beteiligungsfirma Blackstone zugestimmt hatte. Blackstone bietet 81,75 Dollar.

Quelle: ntv.de