Marktberichte

Ford, Dow, 3M und United US-Anleger blicken in die Bücher

10970468.jpg

Macht mit Fischen, was erfolgreiche Fondsmanager mit Aktien tun: Der Weißkopfseeadler, das Wappentier der USA, weiß seine Chancen zu nutzen.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der neue Tag bringt reichlich Impulse: An der New Yorker Wall Street bereiten sich Analysten und Händler auf einen weiteren Schwung an Unternehmensergebnissen vor. Vor Börsenstart stehen neue Arbeitsmarktdaten an.

Eine Flut an frischen Quartalsberichten dürfte die US-Aktienmärkte am Donnerstag in Bewegung versetzen: Vorbörslich beschäftigen sich Anlagestrategen bereits mit den Ergebnissen von Schwergewichten wie Dow Chemical aus der Chemiebranche, Ford Motor aus dem Autobau, dem Mischkonzern 3M und der Fluggesellschaft United Continental. Am Abend folgen dann die Zwischenberichte von Unternehmen wie Amazon, Zynga und Microsoft.

Neue Hinweise auf den Zustand der US-Konjunktur erhoffen sich die Investoren von den gegen 14.30 Uhr (MESZ) anstehenden wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Analysten rechnen mit 340.000 Anträgen nach 358.000 in der Vorwoche. "Mit dem vorläufigen Ende des Budgetchaos sollten sich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den nächsten Wochen wieder auf niedrigeren Niveaus einpendeln und so ein Signal für die anhaltende Erholung der Beschäftigungssituation geben," prognostizierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf.

Die enttäuschenden Drittquartalszahlen von Dow Chemical zeigen laut Händlern, warum das Unternehmen und Wettbewerber wie DuPont ihre Zukunft eher im Agrargeschäft als in der traditionellen Chemie sehen. Dow Chemical hat den Umsatz der Agrarsparte um 8 Prozent und den Absatz um 5 Prozent gesteigert. Der Ergebnisbeitrag der Sparte ist damit abermals gewachsen. Gleichwohl ist er immer noch geringer als bei DuPont. Der Wettbewerber stößt sein herkömmliches Chemiegeschäft nach und nach zugunsten des Agrargeschäfts ab. Dow Chemical plant ebenfalls Veräußerungen, deren Umfang Dow-Chemical-Chef Andrew Liveris mit 3 bis 4 Milliarden US-Dollar angab. Die Aktie von Dow Chemical fällt vorbörslich um 3,8 Prozent. Allerdings hat sie sich seit Jahresbeginn schon um ein Drittel verteuert, wie Experten anmerken.

Am Vorabend hatten die US-Börsen ihrem jüngsten Höhenflug Tribut gezollt und mit Verlusten geschlossen: Der positive Effekt für die Kapitalmärkte durch den am Vortag veröffentlichten, schwachen Arbeitsmarktbericht sei inzwischen verpufft, hieß es am Markt.

Der Leitindex Dow Jones Industrial Average (DJIA) ging 0,35 Prozent schwächer bei 15.413,33 Punkten aus dem Handel. Für den marktbreiten S&P-500-Index, der zuletzt von Rekord zu Rekord geeilt war, stand ein Minus von 0,47 Prozent auf 1746,38 Punkte zu Buche. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,62 Prozent auf 3346,05 Punkte nach. Der Nasdaq-Composite verlor 0,57 Prozent auf 3907,07 Punkte.

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen insbesondere die Quartalsberichte einer Reihe prominenter Unternehmen. Die Konjunkturagenda fiel überschaubar aus: Die Preise für importierte Güter waren im September wie erwartet gestiegen. Dazu kam ein weniger stark als erwartet nach oben gekletterter FHFA-Hauspreisindex für den August. Zudem wurde das Plus im Vormonat nach unten revidiert.

Quelle: ntv.de, mmo/DJ/dpa/rts