Marktberichte

Nasdaq stürzt Wall Street geht stark angeschlagen ins Wochende

Die amerikanische Börse hat die Woche mit Verlusten abgeschlossen. In Abwesenheit von ermutigenden Wirtschaftsdaten drückten die negativen Schlagzeilen von Motorola, Dell und Lucent Technologies den Markt, meinten Marktbeobachter. Händler würden nun auf die Stellungsnahmen von Federal Reserve Bankchef Alan Greenspan am Dienstag vor dem Bankausschuss des US-Senats warten, bevor größere Investitionen getätigt werden, hieß es weiter.

Die Nasdaq ging in das Wochenende 3,6 Prozent tiefer oder 91 Punkte auf 2.471. Der Dow Jones fiel auf den niedrigsten Stand dieses Jahr mit einem ein-prozentigen Verlust auf 10.781 Zähler. Auch der breiter gefasste Standard & Poor hat die diesjährigen Gewinne verloren. Der Index gab über ein Prozent auf 1.315 Punkte ab.

Motorola überraschte mit der dritten Entlassungswelle in zwei Monaten. Auf Grund schwacher Chipnachfrage und hoher Lagerbestände werden 4.000 weitere Mitarbeiter entlassen, teilte der Konzern mit. Zusätzlich werden Kapitalinvestitionen gekürzt und Produktionsstätten konsolidiert, hieß es weiter. Die Papiere handelten bei Börsenende fünf Prozent tiefer auf 18,90 US-Dollar.

Lucent Technologies sackte neun Prozent auf 15,36 Dollar ab, nachdem die US-Börsenaufsicht SEC eine formale Untersuchung eines vermeintlich falsch ausgewiesenen Umsatzes in Höhe von 680 Mio. Dollar im vergangenen Finanzjahr untersuchen wird. Lucent hatte die bisher ungeklärten Buchhalterfehler gemeldet.

Dell Computer ist auch in den Schlagzeilen. Das "Wall Street Journal" berichtet über mögliche Entlassung von zehn Prozent der Belegschaft. Ein Sprecher teilte nur mit, dass der Konzern routinemäßig seine Personalstrukturen überprüfe. Falls es Kündigungen gäbe, wären nur Kurzarbeiter betroffen, wurde hinzugefügt. Der Wert gab fast fast zehn Prozent ab.

Network Appliance ist einer der wenigen Lichtpunkte im heutigen Handel. Der Datenspeicherhersteller meldete nachbörslich besser als erwartete Ergebnisse für das dritte Quartal. Die Papiere kletterten acht Prozent auf 38 Dollar. KMPG Consulting gab 47 Cent auf 23 Dollar ab. Die ehemalige Consulting-Tochter des Wirtschaftsprüferunternehmens KMPG ist gestern zu 18 Dollar emittiert worden.

Quelle: n-tv.de

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