Marktberichte

Caterpillar und Auftragsdaten Wall Street im Aufwind

Das besser als erwartet ausgefallene Ergebnis des Dow-Jones-Schwergewichts Caterpillar und positive Konjunkturdaten haben der Wall Street am Donnerstag Auftrieb verliehen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,93 Prozent höher auf 10.809 Punkten. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10.827 Punkten und einen Tief von 10.710 Punkten bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,72 Prozent auf 1273 Zähler. Der Nasdaq-Composite legte 0,99 Prozent auf 2283 Punkte zu.

Der Auftragseingang für langlebige Industriegüter stieg nach Regierungsstatistiken im Dezember um 1,3 Prozent und damit stärker als erwartet. Diese Entwicklung deutet Analysten zufolge auf ein weiterhin starkes Wirtschaftswachstum in den USA und nährt damit Spekulationen, dass die Notenbank Fed die Zinsen noch mindestens zwei Mal - im Januar und im März - erhöhen wird. Analyst Neil Massa von der Fondsgesellschaft John Hancock sagte: "Heute waren die Konjunkturdaten richtig gut.. Es sieht damit so aus, dass die Fed die Zinsen auch im März erhöhen wird".

Von den Zinsspekulationen profitierten die Banken. So stieg der Kurs der Citigroup-Aktie um 1,69 Prozent auf 47,01 Dollar. Die Aktie von JPMorgan legte sogar 2,88 Prozent auf 39,59 Dollar zu. Beide Aktien sind im Dow-Jones-Index vertreten.

Die Caterpillar-Aktie profitierte von den unerwartet starken Quartalszahlen des Baumaschinenherstellers. Ihr Kurs stieg um 4,99 Prozent auf 65,17 Dollar. Caterpillar begründete die Ergebnisverbesserung mit einer beispiellos hohen Nachfrage nach seinen Produkten, nachdem Bergbaugesellschaften angesichts der hohen Metallpreise ihre Kapazitäten weltweit ausbauten.

Zur guten Stimmung trug Händlern zufolge auch die Nachricht bei, dass der E-Commerce-Konzern First Data Corp seine Western-Union-Tochter über einen Börsengang abspalten wolle. Die Aktie des Unternehmens legte 5,35 Prozent auf 45,30 Dollar zu.

Die GM-Aktie fiel entgegen dem Trend um 3,35 Prozent auf 23,05 Dollar. Der weltgrößte Autokonzern hatte vor Börsenbeginn für das vierte Quartal einen Verlust von 4,8 Milliarden Dollar ausgewiesen.

Neben den Unternehmens- und Konjunkturdaten blicken die Anleger auf die Entwicklung im Nahen Osten, nachdem die international als Terror-Organisation geltende Hamas eine absolute Mehrheit im Palästinenser-Parlament errungen hat und vor der Machtübernahme steht.

Der Anstieg der Ölpreise um 55 Cent auf 66,40 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) wirkte sich diesmal nur geringfügig auf die Kurse aus.

Quelle: ntv.de