Marktberichte

Lucent stirbt und lebt Wall Street schließt uneinheitlich

Die amerikanischen Indizes haben am Mittwoch eine Pause eingelegt. Nach tagelangen, teilweise hohen Kursverlusten, tendierten die US-Börsen im Handelsverlauf abwechselnd in der Plus- und Minuszone, um dann uneinheitlich abzuschließen.

Der Dow Jones beendete den Handel 30 Punkte höher auf 9.515. Schwache Techwerte trieben die Nasdaq in die Verlustzone. Der Composite-Index sackte zwei Prozent auf 1.638 Zähler ab. Der Standard & Poor gab leicht ab.

Spekulationen über ein bevorstehendes Konkursverfahren von Lucent Technologies beschäftigte den Markt in den ersten Handelsstunden. Zeitweilig fiel der Wert um mehr als 20 Prozent. Erst nachdem der Halbleiterhersteller die Gerüchte entschieden zurückgewiesen hatte, erholte sich der Titel wieder. Er schloss 14 Prozent tiefer bei 6,75 US-Dollar ab.

Börsianer lenkten ihr Augenmerk auch auf American International Group. Das Versicherungsunternehmen überraschte mit einem Übernahmeangebot in Höhe von 23 Mrd. Dollar für American General. Und dies, obwohl der Finanzdienstleister bereits einer Übernahme durch das britische Versicherungsunternehmen Prudential zugestimmt hatte. American International gaben zum Börsenende mehr als vier Prozent auf 76,84 Dollar ab. American General gewannen 14 Prozent auf 42 Dollar hinzu.

Morgan Stanley widersprach einem Bericht in des "Wall Street Journals", wonach das Investmenthaus über die Entlassung von 1.000 Brokern nachdenke, um eine Mrd. Dollar einzusparen. Die Bank wollte aber zukünftige Kündigungen, besonders in anderen Geschäftsbereichen, nicht ausschliessen. Die Papiere handelten fast acht Prozent tiefer.

Rational Software legten 50 Cent auf 14,44 Dollar zu. Der Softwarehersteller wird auf Grund der sich abschwächenden Konjunktur zehn Prozent der Belegschaft entlassen. Außerdem senkte der Konzern die Erwartungen für das vierte Quartal. Commerce One handelten 39 Cent höher auf sechs Dollar, obwohl das E-Business-Unternehmen eine Gewinnwarnung für das erste Quartal herausgab. Im Wert sei die erwartete Zurückstufung bereits eingepreist, meinten Anleger.

Die Papiere des deutschen Softwareherstellers SAP kletterten bis Handelsende um fast vier Prozent auf 25,26 Dollar. Die Bank Salomon Smith Barney hatten den Titel von "Underperformer" auf "Neutral" hochgestuft.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema