Marktberichte

US-Börsen Wall Street zum Quartalsende schwächer

Gewinnwarnungen und unterschiedlich zu interpretierende Wirtschaftsdaten haben am letzten Handelstag des ersten Quartals auf der Wall Street viel Unsicherheit gebracht, meinen Marktbeobachter. Es müsste einiges passieren, um die angehäuften Verluste der amerikanischen Indizes in den ersten drei Monaten wieder wettzumachen, heißt es weiter.

Seit Januar hat die Nasdaq 26 Prozent verloren. Der breiter gefasste Standard & Poor 500 hat 13 Prozent nachgegeben und die Dow Jones liegen neun Prozent tiefer. Drei Stunden vor Börsenende tendierten die Indizes um das Eröffnungsniveau.

Cirrus Logic wartete mit einer vorbörslichen Gewinnwarnung auf. Der Hersteller von integrierten Schaltkreisen wird die nächsten zwei Quartale weit weniger Umsatz erwirtschaften, teilte das Unternehmen mit. Hohe Lagerbestände drücken das Ergebnis, hieß es weiter. Der Wert fiel über zehn Prozent in den ersten Handelsstunden.

Dagegen verbuchte der Chiphersteller Micron Technologies einen kleineren als prognostizierten Verlust im zweiten Quartal. Trotzdem werden die Papiere über elf Prozent schwächer gehandelt.

American Express stiegen um fast sieben Prozent. Die Wochenzeitschrift "Business Week" berichtet, dass Citigroup-Chef Sandy Weill an einer Übernahme des Finanzservicedienstleisters interessiert sei. Citgroup notieren ein Prozent tiefer.

Boeing legte leicht zu. Der weltgrößte Flugzeughersteller überlässt Airbus Industrie die Entwicklung eines Großraumflugzeugs und konzentriert sich stattdessen auf einen neuen Passagierflugzeugtyp, der knapp unter der Schallgeschwindigkeit fliegt, und somit besonders die Langstreckenflugzeiten stark verkürzen würde.

RealNetworks kletterten zur Börsen-Halbzeit um über neun Prozent. Das Unternehmen entwickelt Softwareprodukte, die den Versand von Audio- und Videoinhalten über das Internet ermöglichen. Die "Wall Street Journal Online" berichtet über ein Interesse von Bertelsmann, EMI und AOL Time Warner, ihre Musik-Titel an RealNetworks und dessen geplanten Online-Musikabonnementservice zu lizenzieren

Quelle: n-tv.de

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