Marktberichte

Warten auf China-Daten Wenig Bewegung in Asien

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(Foto: AP)

Die asiatischen Börsen zeigten sich am Mittwoch wenig verändert. Auch die robusten Außenwirtschaftsdaten Chinas konnten die Märkte nicht mehr beleben. Zwar waren Chinas Exporte im Februar um 46 Prozent und die Importe um 64 Prozent gestiegen. Die Marktteilnehmer nahmen dies aber lediglich zur Kenntnis, und zogen es vor, die Daten zur chinesischen Verbraucherpreisentwicklung abzuwarten, die morgen veröffentlicht werden. Letztere sollten wichtige Aufschlüsse über die künftige Geldpolitik der chinesischen Regierung geben.

In Japan ging der Nikkei 225 um marginale 0,04 Prozent nach unten auf 10.564 Punkte, nachdem er bereits gestern leicht abgegeben hatte. Der breitere Topix verlor 0,2 Prozent auf 922 Zähler. Zuvor war gemeldet worden, dass die Auftragseingänge im Maschinenbausektor im Januar nach dem deutlichen Anstieg im Vormonat wieder um 3,7 Prozent geschrumpft waren. Dies lag allerdings im Rahmen der Erwartungen. Überdurchschnittlich unter Druck gerieten die Papiere der Reedereien. Hier verloren Kawasaki Kisen 2,3 Prozent und Mitsui OSK 1,3 Prozent, nachdem der Baltic Dry Index zuvor nach unten gegangen war. Daneben wurden die Telekomwerte gemieden, ohne dass neue Meldungen für den Sektor vorlagen. Softbank verloren 1,6 Prozent; KDDI gaben 1,5 Prozent und NTT DoCoMo 0,6 Prozent ab. Die Elektronikwerte entwickelten sich uneinheitlich. Toshiba gaben 1,8 Prozent und Sanyo 1,4 Prozent ab. Dagegen verbesserten sich Sony um 1,4 Prozent und Nintendo 1,7 Prozent. Hier rechnen die Marktteilnehmer zum Teil mit positiven Überraschungen bei der Gewinnentwicklung. Unter den Autowerten stiegen Honda um 0,2 Prozent und Suzuki um 1,3 Prozent. Toyota verloren dagegen 1,4 Prozent, nachdem sich in den USA ein tödlicher Autounfall ereignet hatte, der in Zusammenhang mit fehlerhaften Autoteilen stehen könnte.

EMFIS - Emphasize Emerging Markets

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In Korea konnte sich der Kospi leicht um 0,08 Prozent auf 1662 Punkte nach oben arbeiten, was einem neuen 6-Wochen-Hoch entsprach. Gestützt wurde der Markt weiterhin von den Investoren aus Übersee, die den siebten Handelstag in Folge zu den Zukäufern gehörten, und sich vor allem wieder mit Blue Chips aus dem High-Tech-Sektor eindeckten. LG Electronics etwa konnten sich heute um 2,4 Prozent verbessern, nachdem der Konzern ein Smartphone auf Basis des Google-Betriebssystems vorgestellt hatte. Die Aktie von LG Display stieg um 0,6 Prozent; Hynix Semiconductor verbesserten sich um 3,2 Prozent. Daneben gewannen im Autosektor Hyundai Motor 0,4 Prozent und Kia Motors 0,7 Prozent hinzu. Die Aktie der Autohandelsgesellschaft Daewoo Motor Sales brach allerdings um die in Seoul maximal möglichen 15 Prozent ein. Zuvor hatte der Hersteller GM Daewoo seinen Vertriebsvertrag mit dem Unternehmen aufgekündigt. Daneben zeigte sich auch der Stahlsektor schwächer. Hier gingen Posco um 0,9 Prozent und Hyundai Steel um 1,3 Prozent nach unten. Unter den Finanzwerten verloren Woori Finance 0,7 Prozent; KB Financial gaben 1,3 Prozent ab.

In Hongkong schloss der Hang Seng Index nahezu unverändert bei 21.208,29 Zählern. Dies entspricht einem Anstieg um weniger als einen Punkt. Das Handelvolumen verringerte sich weiter auf nur noch 55 Milliarden HK$. Gesucht war unter anderem die Aktie von Cathay Pacific, die 4,7 Prozent zulegte, nachdem die Fluggesellschaft überzeugende Halbjahreszahlen vorgelegt hatte. CITIC Pacific zogen um 7,4 Prozent an. Das Konglomerat war 2009 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Aktie des Festnetzbetreibers PCCW legte angesichts erfreulicher Jahreszahlen 4,5 Prozent zu. Unter den Rohstoffwerten verbesserten sich CNOOC um 1,1 Prozent und PetroChina um 0,1 Prozent; die Aktie des Kohleminenbetreibers China Shenhua stieg um 0,3 Prozent. Dagegen wurden bei den Immobilienwerten nach den gestrigen Aufschlägen wieder Gewinne mitgenommen. Hier gaben etwa China Overseas Land 1,7 Prozent und Hang Lung Properties 1,9 Prozent ab; Sino Land fielen um 1,3 Prozent und Sun Hung Kai Properties um 0,4 Prozent. Die Aktie des Textilexporteurs Li & Fung wurde nach dem deutlichen Anstieg in den vergangenen Wochen ebenfalls verkauft, und ging um 1,9 Prozent nach unten. In China gab der Shanghai Composite Index 0,66 Prozent auf 3049 Punkte ab. In Taiwan verbesserte sich der TAIEX um 0,11 Prozent auf 7779 Zähler. Indiens Sensex legte 0,27 Prozent auf 17.098 Stellen zu. In Thailand verbesserte sich der SET um 0,29 Prozent auf 721 Punkte.

Quelle: ntv.de