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Wenig Wachstum in 2006 Autoindustrie verhalten

Die deutsche Auto-Industrie erwartet nach fünf Jahren der Stagnation auch für das kommende Jahr kein starkes Absatzwachstum in Deutschland. Die Neuzulassungen dürften 2006 auf 3,35 Mio. Pkw nach geschätzten 3,32 Mio. im auslaufenden Jahr steigen, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit.

Für das laufende Jahr würde das ein Plus von zwei Prozent bedeuten. "Die deutsche Automobilindustrie wird auch 2006 vor allem vom Export leben", sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk. Das Rekordergebnis dieses Jahres von 3,75 Mio. exportierten Fahrzeugen lasse sich wegen der stagnierenden Märkte wohl aber nicht mehr steigern, sondern werde auf diesem Niveau verharren.

Wegen der geplanten Erhöhung der Mehrwertsteuer rechnet der Branchenverband für Anfang 2007 im Inland mit einen Rückgang der Nachfrage. Im kommenden Jahr werde es deswegen zu einem "Vorzieheffekt" in Form leicht steigender Autokäufe kommen.

Im November verringerten sich die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland nach Schätzungen des VDA um drei Prozent auf 277.000 Fahrzeuge. Dabei produzierte die Branche neun Prozent mehr, rund zwölf Prozent mehr exportierten deutsche Hersteller ins Ausland. Das Weihnachtsgeschäft lasse sich "ganz gut an", teilte der Verband mit.

In den ersten elf Monaten dieses Jahres kletterten die Neuzulassungen auf 3,1 Mio. und damit um 2,7 Prozent. "Die deutsche Automobilindustrie hat sich 2005 wacker geschlagen", resümierte Gottschalk. Die Branche hoffe nun auf Unterstützung durch sinkende Ölpreise im kommenden Jahr. Auch die anziehende Konjunktur und neue Modelle könnten helfen. "Alles hängt dann am Verbraucher, der sich natürlich der weiteren Belastungen im Folgejahr bewusst ist", sagte Gottschalk.

Quelle: ntv.de