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Entsetzen an der Börse Bear Stearns doch in Not

Die Gerüchte um massive Liquiditätsprobleme bei der US-Bank Bear Stearns haben sich bewahrheitet. Die US-Investmentbank JP Morgan und die amerikanische Notenbank Fed mussten nun einspringen, um Bear Stearns vor einem möglichen Kollaps zu bewahren. Die Fed und JP Morgan stellen Bear Stearns kurzfristig Gelder zur Verfügung, um einen finanziellen Engpass zu verhindern, wie JP Morgan mitteilte.

Die US-Notenbank stellt den Märkten nach eigenen Angaben - so weit notwendig - weitere liquide Mittel zur Verfügung. "Die Federal Reserve beobachtet die Marktentwicklung genau und wird weiterhin Liquidität zur Verfügung stellen, um ein geordnetes Funktionieren des Finanzsystems zu unterstützen", teilte die US- Notenbank mit.

Zudem habe das Direktorium ("Board") der Fed einstimmig die Vereinbarung zwischen den US-Großbanken JPMorgan Chase und Bear Stearns gebilligt. Nachdem die US-Großbank Bear Stearns am Freitag über Liquiditätsprobleme berichtet hatte, hat die US-Bank JP Morgan Chase unter Mithilfe der regionalen Notenbank von New York eine Finanzspritze für Bear Stearns angekündigt.

Bear Stearns erklärte, seine Liquiditätspositionen hätten sich in den vergangenen 24 Stunden "signifikant" verschlechtert. Es seien Schritte eingeleitet worden, um das Vertrauen wieder herzustellen.

In den vergangenen Tagen hatte es an den Finanzmärkten wiederholt Spekulationen um Liquiditätsprobleme bei Bear Stearns gegeben. Ein Grund dafür seien gestiegene Kosten zur Absicherung von Schulden, hieß es. Noch vor wenigen Tagen wollte man bei der US-Bank nichts davon wissen. Ein führender Manager des Konzerns wies am 10. März die Gerüchte als "absolut lächerlich" zurück. Am 12. März erklärte Bear Stearns, das Institut habe genügend Liquidität und man sei mit den Gewinnschätzungen der Analysten für das erste Quartal zufrieden.

An den Börsen wurde die plötzliche Wende äußerst schlecht aufgenommen, in New York brachen die Bear-Stearns-Aktien um 43 Prozent ein. Auch der Dax stürzte nach einem freundlichen Nachmittag ins Minus.

Angesichts der US-Hypothekenkrise musste Bear Stearns im vierten Quartal 2007 wegen hoher Abschreibungen den ersten Verlust der Firmengeschichte ausweisen. Die Investmentbank hatte sich mit schlecht besicherten Hypotheken kräftig verspekuliert und schickte im Sommer Schockwellen durch die globalen Finanzmärkte, als zwei ihrer Hedgefonds zusammenbrachen.

Quelle: n-tv.de

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