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Verdacht auf Marktmanipulation Börsenguru Frick wird angeklagt

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Markus Frick - hier während der Verhandlung 2011 - soll sich erneut vor Gericht verantworten.

(Foto: picture alliance / dpa)

In einem Börsenbrief empfiehlt der Experte Aktienkäufe. Rund 3000 folgen dem Rat. Am Ende beziffern Ermittler den Schaden auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Frick dagegen soll kräftig kassiert haben - und dafür nun vor Gericht.

Dem bereits zu einer Bewährungsstrafe verurteilten früheren TV-Börsenexperten Markus Frick steht das nächste Verfahren bevor. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt klagt ihn wegen Marktmanipulation und Betruges an, wie eine Sprecherin der Behörde sagte und damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche" bestätigte.

Frick soll in einem Börsenbrief für den Kauf von drei Aktien geworben haben, weil deren Kurs in Kürze steigen werde. Die etwa 3000 Empfänger des Börsenbriefes sollten im Mai 2012 ein Musterdepot nachbilden. Frick und seine Komplizen sollen vorgegeben haben, bestimmte Aktien selbst für das Musterdepot kaufen zu wollen - dann würde der Preis steigen. Durch den Kauf der Anleger stiegen die Werte kurzzeitig, so dass Fricks mutmaßliche Auftraggeber ihre Aktien mit Gewinn verkaufen konnten.

Mehreren Dutzend Anlegern, die der Empfehlung aus dem Börsenbrief folgten, sei ein Schaden von insgesamt 625.000 Euro entstanden. Frick soll für die Manipulation zwei Millionen Euro erhalten haben. Er sitzt seit Jahresbeginn in Untersuchungshaft. Auch zwei mutmaßliche Mitstreiter sind angeklagt. Fricks Anwalt war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Frick war wegen Marktmanipulation bereits im April 2011 vom Berliner Landgericht zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der gelernte Bäcker war durch Börsenbriefe, Anleger-Seminare und Ratgeber-Bücher wie "Ich mache Sie reich" bekanntgeworden. Von 2006 bis Juni 2007 moderierter er die wöchentliche TV-Sendung "Make Money - Die Markus Frick Show" auf N24.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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