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Mehr Urlaubsgäste Cook freut sich auf Ferien

Europas zweitgrößter Tourismuskonzern Thomas Cook zählt nach rückläufigen Gästezahlen im Winter wieder mehr Buchungen. Die Zahl der Buchungen lag in den ersten vier Geschäftsmonaten bis Ende Februar 3,3 Prozent über dem Vorjahreswert. In Deutschland mit den Hauptmarken Neckermann und Condor habe das Plus sogar 11,8 Prozent betragen, teilte das Unternehmen mit.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2005/2006 (31. Oktober) sanken die Erlöse um 1,8 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. Der saisonal übliche Vorsteuerverlust reduzierte sich bis Ende Januar um 14,4 Prozent auf 135,3 Mio. Euro.

Für die kommende Feriensaison ist Thomas Cook aber optimistisch. "Der Sommer macht rund zwei Drittel unseres Geschäfts aus. Deshalb rechnen wir auch damit, dass wir den leichten Rückgang an Gästen und Umsatz im ersten Quartal ausgleichen können", sagte Finanzvorstand Ludger Heuberg. Umsatz und Ertrag sollten weiter gesteigert werden.

Im ersten Quartal reisten 1,3 Mio. Menschen mit Thomas Cook. Das waren 5,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zu Beginn der Wintersaison hätten die schweren Hurrikans in der Karibik das Geschäft beeinträchtigt, zudem fielen die Feiertage zum Jahreswechsel auf die Wochenenden. Dadurch sei der Vergleich verzerrt. Ausgeprägt war der Gästerückgang in Großbritannien, während in Deutschland das Vorjahresniveau noch gesteigert werden konnte. Da pro Gast mehr Einnahmen erzielt wurden, gingen die Umsätze weniger zurück als die Gästezahlen.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2004/2005 war Thomas Cook nach einem harten Sanierungskurs in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unter dem Strich wurde ein Gewinn in Höhe von 105 Mio. Euro ausgewiesen. Thomas Cook gehört zu je 50 Prozent der Deutschen Lufthansa und KarstadtQuelle. Der Konzern sieht sein Kerngeschäft in der Konzeption und dem Vertrieb von Reisen. Von dem vor einigen Jahren noch propagierten "Ideal des integrierten Touristikkonzerns" will sich das Unternehmen schrittweise verabschieden, hieß es Anfang März bei der Bilanzvorlage.

Quelle: ntv.de