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IKB-Engagement zu heiß DZ und WGZ steigen aus

Die genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank ziehen sich endgültig aus dem Rennen um die angeschlagene Mittelstandsbank IKB zurück. Das bestätigten Sprecher beider Banken. Das Interesse der Genossenschaftsbanken war wegen der anhaltend angespannten Lage bei der IKB zuvor schon deutlich gesunken. Von einigen Interessenten hieß es zudem, dass die im Rahmen des Verkaufsprozesses verschickten Unterlagen nur spärliche Details zur Lage der IKB enthielten.

Die staatliche Förderbank KfW als IKB-Großaktionär hat nach milliardenschweren Hilfen für das Düsseldorfer Institut ihren rund 38-prozentigen Anteil zum Verkauf gestellt. Auch die Stiftung Industrieforschung, die rund zwölf Prozent hält, will ihre Beteiligung veräußern.

Bis Mitte Februar können Interessenbekundungen für die wegen Fehlspekulationen am US-Hypothekenmarkt schwer angeschlagene IKB abgegeben werden. Aus Finanzkreisen verlautete, dass auch über eine Aufspaltung der IKB in das Mittelstandsgeschäft und die risikobehafteten Wertpapierportfolien nachgedacht werde. Neben den genossenschaftlichen Instituten signalisierte zuletzt auch die Commerzbank schwindendes Interesse an der IKB. Auch ausländische Banken und Finanzinvestoren gelten als Interessenten.

Quelle: ntv.de