Meldungen

Keine Werbung für DocMorris Einstweilige Verfügung für AOK

Der Kleinkrieg zwischen Apothekerverband und dem Versandhändler Doc Morris geht weiter: Das Sozialgericht Frankfurt hat nun der AOK Hessen die Werbung für Versandapotheken untersagt. Laut dem Urteil ist es unzulässig, Versicherte aufzufordern, Medikamente bei namentlich genannten Versandapotheken - etwa dem niederländischen Anbieter DocMorris - zu beziehen.

Die AOK hatte mit günstigeren Preisen und daraus folgenden Einsparungen für die Versicherten argumentiert. Der Hessische Apothekerverband (HAV) hatte gegen die Werbung geklagt, weil er Nachteile für etablierte Apotheken im Land sah. Gegen das Urteil ist Beschwerde beim Hessischen Landessozialgericht möglich.

Die AOK hatte unter anderem telefonisch darauf aufmerksam gemacht, dass Preise für nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel bei Versandapotheken um bis zu 50 Prozent unter denen von örtlichen Apotheken liegen. Mit einigen Versandhändlern legte die Kasse für Impfstoffe und Blutzuckerteststreifen Rabatte von bis zu 16 Prozent vertraglich fest.

Das Gericht betonte, nach geltendem Recht dürften "die Versicherten und die Vertragsärzte weder von den Apotheken hinsichtlich der Verordnung bestimmter Mittel noch von den Krankenkassen zu Gunsten bestimmter Apotheken beeinflusst werden".

Quelle: ntv.de