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Auf Höchstniveau Energie treibt Erzeugerpreise

Die deutschen Erzeugerpreise sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie seit 23 Jahren nicht mehr. Die an die Hersteller gewerblicher Produkte gezahlten Preise stiegen im Schnitt des Jahres 2005 um 4,6 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Grund für den stärksten Zuwachs seit 1982 waren die stark gestiegenen Energiepreise, die im Jahresdurchschnitt um 14 Prozent zulegten. Ohne Berücksichtigung von Energie sind die Erzeugerpreise im vergangenen Jahr nur um 2,0 Prozent gestiegen. Im Dezember stiegen die Erzeugerpreise zum Vormonat um 0,3 Prozent und zum Vorjahresmonat um 5,2 Prozent. Ohne Energie kletterten sie zum Dezember 2004 lediglich um 1,2 Prozent.

"Der Index für Erzeugerpreise lag ab Februar 2005 in allen Monaten um mehr als vier Prozent über dem Vorjahresniveau", so das Bundesamt. 2004 war er nur um 1,6 Prozent gestiegen. Mit Ausnahme von Mai und November wurden in allen Monaten Preissprünge im Vergleich zum Vormonat beobachtet.

Mineralölerzeugnisse verteuerten sich im Jahresschnitt um 14,3 Prozent, wie das Amt weiter mitteilte. Im Dezember verzeichneten die Statistiker hier einen Preisanstieg von knapp 18 Prozent zum Vorjahresmonat. So kosteten Kraftstoffe auf der Erzeugerstufe 13,3 Prozent mehr. Noch stärkere Preissteigerungen gab es bei schwerem Heizöl, das sich binnen Jahresfrist um 72,4 Prozent verteuerte. Strom kostete im Vergleich zum Dezember 2004 16,1 Prozent mehr, Erdgas 27,7 Prozent. Billiger waren dagegen elektronische Bauelemente, die 17,6 Prozent weniger kosteten, und Computer mit minus 15,7 Prozent.

Quelle: ntv.de