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1,3 Mrd. Euro für VW Eurazeo kauft Europcar

Volkswagen verkauft seine Vermiettochter Europcar wie bereits erwartet an den französischen Finanzinvestor Eurazeo. Der Bruttoerlös – einschließlich Schulden - für den Wolfsburger Konzern beträgt 3,32 Mrd. Euro.

Von der Summe entfallen rund 1,26 Mrd. Euro auf den Kaufpreis und rund 2,06 Mrd. Euro auf die vom Käufer zu übernehmenden Finanzschulden. Das teilte Europas größter Autokonzern am Donnerstag in Wolfsburg mit. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt, dass der VW-Aufsichtsrat zustimmt. Außerdem müssen die Kartellbehörden noch grünes Licht geben. Die Milliardentransaktion soll im zweiten Quartal über die Bühne gehen.

Der Kaufpreis liegt höher als ihn Analysten geschätzt hatten. Sie waren von rund drei Mrd. Euro ausgegangen. Die Nachricht gab dem Aktienkurs Auftrieb.

Volkswagen hatte bereits in der vergangenen Woche exklusive Verhandlungen mit dem börsennotierten französischen Unternehmen bestätigt. Am Mittwoch hieß es von der Arbeitsnehmervertretung bei Europcar, es fehle nur noch die schriftliche Zusage, dass keine Arbeitsplätze abgebaut würden. Den Arbeitnehmern war von Volkswagen für den Verkauf ein Mitspracherecht eingeräumt worden.

Eurazeo ist bereits an dem Lkw-Vermieter Fraikin beteiligt. Europcar-Konkurrent Sixt und der Finanzinvestor, die sich ebenfalls um die VW-Tochter bemüht hatten, gingen leer aus.

Europcar hat Umsatz und Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um ein Fünftel auf 101 Mio. Euro, während der Umsatz um neun Prozent auf knapp 1,3 Mrd. Euro wuchs.

Quelle: n-tv.de

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