Meldungen

Leichter Wachstumsdämpfer Gerresheimer macht Verlust

Der Verpackungshersteller Gerresheimer erwartet fürs neue Geschäftsjahr 2008/09 ein leicht gebremstes Wachstum. "Einen kleinen Dämpfer wird es geben - der Umsatzzuwachs wird etwas geringer ausfallen als in diesem Jahr", sagte Vorstandschef Axel Herberg der "Financial Times Deutschland". Er rechne aber nur für das erste Halbjahr mit einer schwächeren Nachfrage.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende November) habe das Düsseldorfer Unternehmen seine Ziele erreicht, sagte Herberg der Zeitung. Gerresheimer wollte den Umsatz um neun bis elf Prozent auf 1,04 bis 1,06 Mrd. Euro steigern. Die Umsatzrendite vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollte 19,5 Prozent erreichen.

Unter dem Strich werde Gerresheimer aber mit einem Verlust abschließen, sagte Herberg. Grund dafür ist der beschlossene Verkauf des Geschäfts mit technischen Kunststoffen für die Autoindustrie, für den das Unternehmen vorsorglich 33 Mio. Euro abgeschrieben hat. "Wenn ein Verkauf in der jetzigen Situation scheitert, verbrennen wir damit trotzdem kein Cash", sagte Herberg. Der Verkauf sollte nach den ursprünglichen Planungen im ersten Quartal 2009 über die Bühne gehen.

Erwartungen an eine Ausschüttung dämpfte Herberg: "Es kann opportun sein, die finanziellen Mittel eher für Zukäufe einzusetzen als für die Dividende", sagte. Für Zukäufe stünden deutlich mehr als 100 Mio. Euro zur Verfügung. Für 2006/07 hatte das vor dem Aufstieg in den MDax stehende Unternehmen zum ersten Mal seit der Rückkehr an die Börse eine Dividende von 40 Cent gezahlt.

Quelle: ntv.de