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Überraschender Rückzug HVB bietet nicht für Norisbank

Die Münchener HVB bietet Finanzkreisen zufolge überraschend doch nicht für die zum Verkauf stehenden 100 Filialen der Nürnberger Norisbank. "Die HVB hat kein Angebot abgegeben", sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Montag. Auch das "Handelsblatt" berichtete, die zur italienischen UniCredito gehörende Münchener Bank werde nicht bieten. Die HVB lehnte eine Stellungnahme ab.

Die DZ-Bank, die Zentralbank der genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken, will die Filialen der Norisbank samt des Kundenbestandes veräußern. Hintergrund ist, dass die Raiffeisenbanken das wichtigste Norisbank-Produkt, den Ratenkredit easyCredit, mittlerweile zunehmend selbst verkaufen. Die DZ-Bank hatte die Norisbank 2003 für mehr als 400 Mio. Euro von der HVB gekauft. In Medienberichten ist nun von Verkaufspreisen um die 500 Mio. Euro die Rede, es wurden aber auch schon viel höhere Preise genannt. In Finanzkreisen hatte es zuletzt geheißen, es seien noch weniger als fünf Kaufinteressenten im Rennen, darunter auch die Commerzbank.

Die HVB will nach der Übernahme durch UniCredito im umkämpften deutschen Markt stark wachsen und hatte dafür mehrfach auch die Möglichkeit von Übernahmen angedeutet. Bei der zuletzt an die Deutsche Bank verkauften Berliner Bank war die HVB nicht zum Zuge gekommen.

Quelle: n-tv.de