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"Jahr der Konsolidierung" Henkel erwartet Zuwächse

Der Konsumgüterkonzern Henkel erwartet im laufenden Geschäftsjahr nach wie vor Umsatz- und Ergebniszuwächse.

Schwerpunkt 2005 sei die Integration der milliardenschweren Zukäufe des Vorjahres, betonte Henkel-Chef Ulrich Lehner am Montag vor rund 2500 Aktionären bei der Henkel-Hauptversammlung. Henkel erwarte für das betriebliche Ergebnis (Ebit) einen um Wechselkurseffekte bereinigten Anstieg "im hohen Zehnprozentbereich", sagte Lehner. Der Umsatz des durch Marken wie Pritt oder Persil bekannten Konzerns solle währungsbereinigt um drei bis vier Prozent steigen. Vor Sondereinflüssen rechnet der Konzern weiter mit einem stabilen Ergebnis je Aktie.

2004 hatte Henkel ein Ergebnis von 5,21 Euro je Vorzugsaktie erwirtschaftet. Henkel hatte zudem einen operativen Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen von 800 Mio. Euro eingefahren, nachdem im Vorjahr noch 710 Mio. Euro erwirtschaftet wurden. Vor Geschäftswertabschreibungen betrug das betriebliche Ergebnis eine Mrd. Euro. Durch den größten Zukauf der Firmengeschichte, den US-Konkurrenten Dial, konnte Henkel zudem beim Umsatz die Marke von zehn Milliarden Euro knacken.

Lehner bezeichnete 2005 erneut als "Jahr der Konsolidierung" für Henkel. Ein Schwerpunkt werde für Henkel die Integration der Zukäufe sein. "Damit liegt unser diesjähriger Fokus auf dem weiteren organischen Wachstum und der Reduzierung der Schulden", betonte Lehner. Große Zukäufe werde es voraussichtlich nicht geben, deutete Lehner an: "Mögliche Akquisitionen müssen in den durch unsere Finanzstrategie vorgegebenen Rahmen passen." Henkel werde sein Verhalten danach ausrichten, das derzeitige A-Rating seiner Bonität zu halten, unterstrich er.

Henkel hatte im vergangenen Jahr mit dem milliardenschweren US-Zukauf Dial die größte Übernahme seiner Unternehmensgeschichte getätigt. Der Konzern wolle in einigen Bereichen von dem US-Unternehmen lernen, sagte Lehner. Dial zeichne sich etwa durch günstige Organisations- und Prozesskosten aus. Die Dial-Übernahme eröffne Chancen für "gesteigerte Kosteneffizienz". Henkel hatte bereits ein Sparprogramm eingeleitet, mit dessen Hilfe der Konzern ab 2007 die Kosten jährlich um etwa 125 Mio. Euro jährlich drücken will. Rund 3000 der weltweit über 50.000 Arbeitsplätze sollen bis 2006 abgebaut werden, hatte Lehner bereits im vergangenen Jahr angekündigt.

Quelle: ntv.de