Meldungen

Schwarzarbeit in Griechenland Im Alter ohne Rente

Fast jeder zweite griechische Arbeitnehmer arbeitet schwarz. Dies führt einer griechischen Studie zufolge dazu, dass die Renten im Durchschnitt 475 Euro nicht übersteigen und die Rentner von ihren Kindern unterstützt werden müssen oder weiter schwarz arbeiten, um "über die Runden zu kommen".

Das ist das Ergebnis einer Studie, die der größte griechische Gewerkschaftsverband (GSEE) durchgeführt hat und am Donnerstag in der griechischen Presse veröffentlicht wurde. Der Studie zufolge gehen rund 48 Prozent der griechischen Arbeitnehmer mit 65 Jahren in Rente. Dabei waren sie aber im Durchschnitt nur 20 Jahre "rentenmäßig versichert". Dies führe dazu, dass die Renten niedrig sind. Zudem verlieren die Rentenkassen durch die Schwarzarbeit rund zwei Mrd. Euro jährlich.

Die Lage in den Rentenkassen sei zusätzlich "dramatisch" wegen der Alterung der Bevölkerung und der niedrigen Geburtenrate (1,2 Kinder pro Frau). Wie das griechische Fernsehen weiter berichtete, kamen 1995 rund 2,5 Arbeitnehmer auf einen Rentner. 2006 sei dieses Verhältnis auf 1,79 Arbeitende pro Rentner zurückgegangen.

13 von insgesamt 24 Rentenkassen Griechenlands stünden vor dem Zusammenbruch, hieß es. Um die Renten zahlen zu können, unterstützt der Staat die Rentenkassen mit rund 4,8 Mrd. Euro jährlich.

Quelle: n-tv.de