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Zukunft von Thomas Cook Lufthansa noch unentschieden

Die Deutsche Lufthansa hat noch nicht über den möglichen Verkauf ihres Anteils am Reisekonzern Thomas Cook entschieden.

"Es gibt definitiv keine Vereinbarung", sagte ein Lufthansa-Sprecher. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte vorab berichtet, bei einem Spitzengespräch der Finanzchefs von Lufthansa und dem anderen Cook-Gesellschafter KarstadtQuelle sei ein Kompromiss gefunden worden. Demnach sei KarstadtQuelle nun bereit, Thomas Cook mitsamt der Flugtochter Condor zu übernehmen. Nach Schätzung von Branchenkennern würde KarstadtQuelle bis zu 800 Mio. Euro zahlen, so das Magazin. Zuvor habe der Handelskonzern immer nur Interesse an Thomas Cook ohne Condor gezeigt, die Lufthansa habe ihre ehemalige Chartertochter aber nicht zurücknehmen wollen. Bei Thomas Cook hieß es zu dem Bericht nur: "Das ist Sache der Eigentümer." KarstadtQuelle wollte sich nicht äußern.

Nach zwei Jahren harter Sanierung sollte Thomas Cook in den kommenden Jahren eigentlich für einen Börsengang fit gemacht werden. Ob Lufthansa und KarstadtQuelle allerdings Anteile am Kapitalmarkt verkaufen, ist noch nicht entschieden. Karstadt hat mehrfach erklärt, den 50-Prozent-Anteil von Lufthansa an Cook übernehmen zu wollen. In Medienberichten war schon öfter von Gesprächen und Grundsatzvereinbarungen zwischen beiden Eignern über eine Neuordnung der Eigentümerstruktur bei Cook die Rede. Im Juni hatte Cook-Chef Thomas Holtrop gesagt, er rechne noch in diesem Jahr mit Klarheit über die künftige Verteilung der Anteile der beiden Cook-Gesellschafter KarstadtQuelle und Lufthansa. Er sehe die Hängepartie nicht als Handicap für das Unternehmen.

Quelle: ntv.de