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KKR versilbert Anteile MTU Aero am Ziel

Der US-Finanzinvestor KKR hat seinen restlichen Anteil am Triebwerkshersteller MTU Aero Engines veräußert.

Das im MDax notierte Unternehmen teilte am Dienstag in München mit, die Beteiligung von KKR von zuletzt 29,3 Prozent sei bei verschiedenen institutionellen Anlegern platziert worden. Nach Angaben aus Finanzkreisen war die Nachfrage am Markt sehr hoch, die Platzierung sei dreifach überzeichnet gewesen.

Gleichzeitig hob MTU Aero Engines seine Gewinnschätzung für das vergangene Jahr leicht an. An der Börse sprang der Kurs der MTU-Aktie um sieben Prozent auf 28,28 Euro in die Höhe.

Nach Angaben von Händlern wurden die 16,1 Mio. Aktien für 26,25 bis 26,30 Euro platziert. Der Verkauf des restlichen Anteils von KKR an dem Triebwerksbauer hatte damit ein Volumen von etwa 423 Mio. Euro. Der US-Finanzinvestor hatte MTU Aero Engines im Jahr 2003 für 1,45 Mrd. Euro von DaimlerChrysler übernommen. Im Sommer 2005 hatte KKR das Unternehmen an die Börse gebracht und dabei bereits gut 20 Mio. Aktien mitverkauft. Bei dem Börsengang waren die Aktien für 21 Euro ausgegeben worden. Wie die Rendite auf das KKR-Investment bei MTU Aero am Ende nun ausfiel, blieb unklar. Ein KKR-Sprecher lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

MTU-Aero-Chef Udo Stark sagte, das Unternehmen sei nun komplett eigenständig und habe damit ein wesentliches Ziel erreicht. "Die erfolgreiche Platzierung der restlichen Aktien aus dem Besitz von KKR ist ein Beleg für das Vertrauen des Marktes in die Leistungsfähigkeit der MTU und deren weiterhin positive Geschäftsentwicklung.

MTU Aero hatte zuletzt steigende operative Gewinne und wachsende Aufträge verzeichnet. Deshalb wurden die Prognosen für die Geschäftsergebnisse 2005 leicht angehoben. Nunmehr werde eine Steigerung des operativen Gewinns (Ebitda) des Vorjahres von 172 Mio. Euro um mehr als 30 Prozent erwartet, hieß es. Bislang war von einem Zuwachs um etwa ein Viertel die Rede gewesen. Der Umsatz dürfte im vergangenen Jahr um gut zehn Prozent gestiegen sein, erklärte das Unternehmen weiter. Seine Jahreszahlen will MTU Aero am 23. März veröffentlichen.

MTU fertigt in Zusammenarbeit mit allen großen Triebwerksherstellern der Welt Triebwerke für Verkehrs- und Militärflugzeuge. Als besonders lukrativ gilt das Wartungsgeschäft, das sich nach einem Erstausstattungsauftrag über viele Jahre hinziehen kann.

Quelle: n-tv.de