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Trotz Milliardenverlust bei GM Opel-Vertrag nicht gefährdet

Ungeachtet der Milliardenverluste bei der US-Mutter General Motors (GM) steht die Vereinbarung zur Sicherung der Opel-Werke in Deutschland nicht in Frage.

"Alle Seiten stehen zu dem Zukunftsvertrag, und der gilt bis zum 31. Dezember 2010", sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Dies habe der Vorstand der Europa-Tochter von General Motors gerade erst in Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern bekräftigt.

"Nur wenn der Automobilmarkt in Europa zusammenbricht, werden die Karten neu gemischt", sagte Franz, der die Lage bei der US-Mutter als "ernst, sehr ernst sogar" bezeichnete. Gerüchte über eine Insolvenz des weltgrößten Autobauer halte er aber für "an den Haaren herbeigezogen". General Motors hatte am Dienstag für das erste Quartal einen Verlust von 1,1 Mrd. US-Dollar (846 Mio. Euro) vermelden müssen. Hauptgrund waren massive Probleme auf dem von hohen Rabatten und scharfer Konkurrenz geprägten US-Markt.

Bei Opel hatten sich Arbeitnehmervertreter und General Motors nach monatelangen Verhandlungen im März endgültig auf eine Standortsicherung für die Werke Rüsselsheim, Bochum und Kaiserslautern bis zum Ende des Jahrzehnts verständigt. Dabei sollen bis 2007 rund 9.500 und damit rund ein Drittel aller Stellen abgebaut werden.

Betriebsbedingte Kündigungen soll es zunächst nicht geben. Die Belegschaft musste dafür aber aber auch Zugeständnisse bei Lohn und Arbeitszeit machen.

Quelle: ntv.de