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"Wegbereiter des Osthandels" Otto Wolff von Amerongen tot

Otto Wolff von Amerongen, der "Wegbereiter des Osthandels", ist am Donnerstag gestorben. Das bestätigte die Industrie- und Handelskammer Köln am Freitag. Amerongen, der 88 Jahre alt wurde, war seit Jahren krank. Wo und woran er starb, wollte die Familie zunächst nicht mitteilen.

Wolff von Amerongen wurde 1969 Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHT) und blieb es nahezu 20 Jahre lang. Die Geschicke des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft lenkte er fast ein halbes Jahrhundert lang bis 2000.

Als DIHT-Präsident festigte er seine Position als Vorreiter im Osthandel und wurde geschätzter Gesprächspartner zwischen Moskau, Peking und Washington. In der Presse wurde Wolff von Amerongen gern als "heimlicher Osthandelsminister" betitelt, da er in den schwierigen Zeiten des Kalten Krieges Beziehungen zu den Regierungen des Ostblocks aufbaute.

Ein Schwerpunkt des Industriellen galt den deutsch-russischen Beziehungen. Beim früheren Sowjetpräsidenten Michail Gorbatschow brachte ihm dies gar die Bezeichnung "ältester Pionier der Arbeitsbrigade Deutschland/Sowjetunion" ein.

Quelle: ntv.de

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