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Rodenstock unter der Lupe Permira prüft Verkauf

Der britische Finanzinvestor Permira prüft den Verkauf des Brillenherstellers Rodenstock. "Es handelt sich um einen ergebnisoffenen Prüfprozess", hieß es in Unternehmenskreisen. "Es kann sein, dass am Ende ein Verkauf steht."

Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD) hat Permira die Frankfurter Investmentbank Drueker mit der Analyse aller strategischen Optionen beauftragt. Über den Vorgang habe Rodenstock-Chef Giancarlo Galli auch seine Mitarbeiter informiert, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise. Offiziell wollten sich Permira und Rodenstock zu den Spekulationen nicht äußern.

Permira war 2003 mit 49 Prozent bei Rodenstock eingestiegen und erhöhte den Anteil ein Jahr später auf 85 Prozent. Permira hatte bereits im vergangenen Frühjahr einen solchen Prüfprozess zusammen mit Credit Suisse First Boston eingeleitet, ihn dann jedoch wieder fallen gelassen. Dass es dieses Mal zu einer Veräußerung an ein anderes Unternehmen in der Branche kommt, werde in Finanzkreisen als wahrscheinlich bezeichnet, hieß es.

Rodenstock hatte den Umsatz in den ersten drei Monaten dieses Jahres um knapp 17 Prozent auf 93,2 Mio. Euro gesteigert und das Ergebnis verdoppelt. Langfristig hatte Galli das Ziel ausgegeben, den Umsatz bis 2010 zu verdoppeln. 2005 verbuchte der Brillenhersteller Erlöse von 345 Mio. Euro.

Quelle: n-tv.de