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Bieter für Rodenstock Permira prüft Verkauf

Der Finanzinvestor Permira will Kreisen zufolge seine Mehrheit an dem Brillenhersteller Rodenstock bald weiterreichen. Derzeit interessierten sich knapp 20 Finanzinvestoren für das einstige Familienunternehmen, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person am Freitag. In der kommenden Woche würden fünf bis sechs Bieter in die engere Auswahl genommen, die dann einen Blick in die Bücher werfen dürften.

Von Rodenstock war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten. Nach früheren Informationen aus Finanzkreisen hat Permira die Frankfurter Investment-Beratung Drueker damit beauftragt, alle Optionen für das Unternehmen zu prüfen. Ein Börsengang komme für Rodenstock aller Wahrscheinlichkeit nach allerdings nicht in Frage, hatte es geheißen. Vorstandschef Giancarlo Galli hatte Ende Mai noch erklärt, Rodenstock müsse noch drei bis vier Jahre wachsen, um reif für die Börse zu sein.

Permira war im Sommer 2003 bei Rodenstock eingestiegen und hält einen Anteil von 85 Prozent. Die Familienholding besitzt noch zehn Prozent an dem Unternehmen, das im vergangenen Jahr 345 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet hatte. Die übrigen fünf Prozent gehören dem Management. Rodenstock beschäftigt weltweit 4300 Mitarbeiter, davon rund 1800 in Deutschland.

Quelle: n-tv.de