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Von Heuschrecke zu Heuschrecke Rodenstock wird weitergereicht

Der Münchener Brillenhersteller Rodenstock wechselt erneut den Eigentümer. Der Finanzinvestor Permira, der vor drei Jahren bei Rodenstock eingestiegen war, verkauft seine Beteiligung von 85 Prozent an die europäische Beteiligungsgesellschaft Bridgepoint. Die Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilten die Unternehmen mit. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.

Während der Verhandlungen war der bei Finanzinvestoren heiß begehrte Anteil an Rodenstock in mit der Situation vertrauten Kreisen auf bis zu 750 Millionen Euro taxiert worden. Anfangs seien fast 20 Investoren interessiert gewesen sein.

Bridgepoint will seine Beteiligung längerfristig halten. "An einen schnellen Ausstieg ist nicht gedacht, das Engagement ist längerfristig geplant", sagte ein Sprecher. "Irgendwann einmal wäre ein Börsengang die bevorzugte Option." Zunächst soll aber die Internationalisierung des Unternehmens vorangetrieben werden. "Wir verfolgen eine Wachstumsstrategie mit starkem Fokus auf den internationalen Markt und insbesondere Europa", erklärte der Sprecher. Ein Stellenabbau sei nicht zu befürchten. "Wenn die Wachstumsstrategie aufgeht, dürften eher Stellen aufgebaut werden", sagte er.

Zurzeit arbeiten bei dem 1877 gegründeten Unternehmen 4.300 Mitarbeiter. An elf Standorten stellt Rodenstock Brillengläser und -fassungen her. 2005 erzielte das Unternehmen, an dem neben Bridgepoint noch die Familie mit zehn Prozent und das Management mit fünf Prozent beteiligt sind, einen Umsatz von 345 Millionen Euro.

Rodenstock ist nach eigenen Angaben in Europa die Nummer drei und weltweit die Nummer vier unter den Herstellern optischer Gläser und Fassungen.

Quelle: n-tv.de

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