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Hedge-Fonds-Manager-Lohn So hoch wie Mongolei-BIP

Der Lohn einiger Hedge-Fonds-Manager ist höher als das Volkseinkommen von Mauretanien oder der Mongolei: Zwei US-amerikanische Hedge-Fonds-Manager haben im vergangenen Jahr je fast 1,5 Mrd. Dollar verdient. James Simons von der Renaissance Technologies Corp. bekam 2005 rund 1,5 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro) Lohn.

Ölmagnat T. Boone Pickens verdiente mit BP Capital Management etwa 1,4 Mrd. Dollar. Pickens betreut zwei Hedge-Fonds, die er vor zehn Jahren gebildet hatte. Das teilt das "Alpha"-Magazin in seiner Onlineausgabe mit.

Das Magazin veröffentlicht jährlich die Liste der Spitzenverdiener unter den Hedge-Fonds-Managern. George Soros von Soros Fund Management kam mit 840 Mio. Dollar Einkünften auf Platz drei, gefolgt von Steven Cohen von der SAC Capital Advisors, der 550 Mio. Dollar verdiente. Paul Tudor Jones II belegte mit einer halben Milliarde Dollar Platz fünf der Alpha-Rangliste.

In der Liste sind nur diejenigen 25 Topverdiener aufgeführt, die 2005 mindestens 130 Mio. Dollar verdienten. Im Vorjahr waren es noch 100 Mio. Dollar gewesen. Im Schnitt brachten es die Spitzenverdiener auf 363 Mio. Dollar. Das waren 45 Prozent mehr als 2004.

"Dies ist das goldene Zeitalter der Hedge-Fonds", heißt es beim "Alpha"-Magazin. Die jährlichen Investmentrenditen der Hedge-Fonds seien in den vergangenen Jahren allerdings nur noch halb so hoch gewesen wie in den neunziger Jahren. Die Ausuferung neuer Fonds mache es für die Manager schwer, mit Hedge-Fonds-Strategien große Gewinne zu machen.

Das Magazin verwies jedoch darauf, dass trotzdem mehr Manager angesichts von Management-Gebühren und Leistungsanreizen mehr Geld verdienen als je zuvor. Die Hedge-Fonds-Managementgebühren wurden auf ein bis fünf Prozent beziffert. Vor zehn Jahren seien Zehn-Mrd.-Dollar-Hedge-Fonds selten gewesen. Heute gebe es zwanzig Manager, die mindestens solche Vermögenswerte steuerten.

Quelle: n-tv.de