Wirtschaft
Dienstag, 10. Februar 2009

Asche aufs Haupt: Sorry der Briten-Banker

Nach milliardenschweren Staatshilfen für die britische Royal Bank of Scotland (RBS) und die HBOS haben sich die ehemaligen Konzernchefs für ihr Management entschuldigt. Es tue ihnen "sehr leid", die Kreditkrise nicht vorhergesehen zu haben, sagten der ehemalige HBOS-Verwaltungsratschef Dennis Stevenson und der ehemalige Chef der RBS, Fred Goodwin, vor Abgeordneten in London. Dies habe zu "großen Ängsten und Unsicherheiten" bei den Angestellten und bei den Kunden geführt, sagte Stevenson.

Die Abgeordneten kritisierten die hohen Bonuszahlungen für die Bankmanager. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass die RBS auch in den kommenden Monaten Prämien von fast einer Milliarde Pfund an ihre Mitarbeiter zahlen will. Der ehemalige Chef der HBOS, Andy Hornby, räumte ein, "dass die Bonussysteme in vielen Banken weltweit sich in den vergangenen zwei Jahren als falsch erwiesen haben". Prämienzahlungen, die die langfristige Geschäftsentwicklung nicht berücksichtigten, belohnten ein Verhalten, das nicht richtig sei.

Die RBS hatte umgerechnet 23 Mrd. Euro von der Regierung bekommen und war dafür zu 68 Prozent verstaatlicht worden. Der Immobilienfinanzierer HBOS tat sich mit der Lloyds TBS zur neuen Lloyds Banking Group zusammen, an der der Staat mit 43 Prozent beteiligt ist.

Quelle: n-tv.de