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Schleswig-Holstein zieht nach Sparkassen offen für Private

Auch die Sparkassen in Schleswig-Holstein sollen sich einem Zeitungsbericht zufolge künftig für Beteiligungen von Privatpersonen und anderen Sparkassen öffnen können.

Darauf hätten sich CDU und SPD bei den Koalitionsgesprächen im nördlichsten Bundesland prinzipiell verständigt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Verhandlungskreise am Mittwoch. Erst am Dienstag hatte das Land Berlin angekündigt, seine öffentlich-rechtlichen Institute indirekt auch für private Investoren zu öffnen, und hatte dafür vom Sparkassenverband herbe Kritik geerntet.

So weit wie in Berlin gingen die Pläne in Kiel nicht, hieß es in dem Bericht. So solle in Schleswig-Holstein die Beteiligung auf weniger als 50 Prozent begrenzt bleiben. Bislang hatte die SPD in dem Bundesland Beteiligungen Privater an Sparkassen abgelehnt. Sie beuge sich aber nun dem Druck der CDU, berichtete die Zeitung.

Bislang sind alle Versuche gescheitert, die strikte Trennung von Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken - als den drei Säulen des deutschen Bankensystems - aufzuweichen. Sie gilt als eines der wesentlichen Hemmnisse für eine Konsolidierung des Sektors in Deutschland.

Versuche privater Geldhäuser, Sparkassen zu übernehmen oder sich daran zu beteiligen, waren im Sand verlaufen. So hatte das Land Mecklenburg-Vorpommern vor mehr als einem Jahr den geplanten Verkauf der Stadtsparkasse Stralsund durch eine Verschärfung des Landesgesetzes blockiert und damit einen Präzedenzfall verhindert.

Quelle: ntv.de