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ARD und ZDF über IPTV Telekom macht Weg frei

Die Deutsche Telekom hat nach monatelangen Verhandlungen auch die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit im Boot für ihr Internetfernsehen (IPTV).

Wie die Telekom-Festnetzsparte T-Com am Mittwoch mitteilte, können die Zuschauer künftig im Internet das Digitalangebot der beiden Anstalten empfangen. Die Telekom sendet das IPTV-Angebot über ihr neues Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL), das bislang in zehn deutschen Ballungsgebieten verfügbar ist und bis Jahresende rund sechs Mio. Haushalte erreichen soll. Mit ARD und ZDF seien nun über 100 TV-Kanäle über das VDSL-Netz verfügbar, teilte T-Com mit.

Damit die Kunden zugreifen, ist die Telekom auf attraktive Inhalte angewiesen: Mit der Senderfamilie Pro Sieben Sat 1 haben sich die Bonner bereits auf die Übertragung geeinigt, die Gespräche mit der RTL-Gruppe laufen noch.

ARD und ZDF hatten bisher Probleme mit der von der Telekom verwendeten Software angeführt und darauf bestanden, dass ihr Programm unverschlüsselt übertragen wird. "Wir haben jetzt den Grundstein gelegt, um unseren Zuschauern künftig auch über diesen neuen Verbreitungsweg einen einfachen und direkten Zugang zu unseren Programmangeboten zu ermöglichen", sagte ARD-Chef Thomas Gruber. Dazu sei die Verwendung des europäischen Übertragungsstandards DVB-IPI ein wesentlicher Schritt. "Auch dass unsere Programme für alle Zuschauer frei empfangbar bleiben und keine programmbezogenen Entgelte anfallen, macht uns zufrieden", ergänzte Gruber. ZDF-Intendant Markus Schächter erklärte, alle Inhalte könnten über VDSL unverschlüsselt und ohne Zusatzentgelt empfangen werden.

Als Testlauf hatte die Telekom zum Start der Fußball-Bundesliga eine abgespeckte Version ihres Internet-Unterhaltungsangebots gestartet, das bisher nur ausgewählten Bestandskunden angeboten wird.

Das Triple-Play-Angebot "T-Home", das Telefon, schnelles Internet (DSL) und das komplette IPTV-Angebot mit zusätzlichen Diensten wie einem digitalen Videorecorder und Filmen auf Abruf enthalten soll, soll im Oktober starten. Bis zum Jahresende will die Telekom sechs Millionen Haushalte mit der VDSL-Infrastruktur erreichen.

Quelle: n-tv.de