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Dank Neckermann Thomas Cook auf Kurs

Europas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook sieht sich dank der Hauptmarke Neckermann im laufenden Geschäftsjahr auf Kurs für sein Umsatzziel. Die anfänglich hohen Zuwachsraten für die Sommersaison haben sich jedoch mittlerweile abgeschwächt.

"Wir sind mit der Umsatzentwicklung sehr zufrieden", sagte Konzernvorstandsmitglied Peter Fankhauser in Frankfurt anlässlich der Präsentation der Winterprogramme. Für das am 31. Oktober endende Geschäftsjahres 2005/06 strebt die gemeinsame Tochter von Lufthansa und Karstadt auf dem deutschen Markt ein Umsatzplus von vier Prozent an. Dieses Ziel werde wohl erreicht. Im vergangenen Geschäftsjahr waren die Erlöse auf 7,7 Milliarden Euro gestiegen.

Allerdings ist der zu Beginn der Sommersaison noch große Vorsprung gegenüber der Konkurrenz mit Zuwachsraten von mehr als zehn Prozent mittlerweile geschmolzen. Mit einem aktuellen Buchungsplus zum Vorjahr von 5,6 Prozent liegt Thomas Cook und seine Hauptmarke Neckermann allerdings immer noch im Spitzenbereich. Bis zum Ende der Sommersaison werde sich das Buchungsplus voraussichtlich in Deutschland auf vier Prozent weiter reduzieren, was dennoch ein Wachstum deutlich über dem Niveau des Marktes bedeuten würde, sagte Fankhauser. Dieser soll sich nach Angaben von Thomas Cook um ein bis zwei Prozent erhöhen.

Marktführer TUI hatte konzernweit zuletzt nur geringe Zuwächse, in Deutschland sogar Einbußen verzeichnet. Neckermann war bereits vor der Konkurrenz im vorigen Winter mit dem Verkauf von Urlaubsreisen für die Sommersaison gestartet und hatte zudem die Preise stark gesenkt. "Der Frühbuchertrend hat eingeschlagen", sagte Fankhauser.

Rabatte für Winter-Frühbucher

Auch für die kommende Wintersaison will der Pauschalreisen-Anbieter mit Frühbucher-Rabatten Kunden locken. Bereits vor einigen Wochen ging Neckermann mit ersten Angeboten an den Start. "Wer Rabatte clever kombiniert, für den wird der Urlaub trotz der höheren Kerosinkosten und der Mehrwertsteuererhöhung nicht teurer", sagte Fankhauser. So sollten Urlauber für jede rechtzeitig gebuchte Reise etwa 20 Euro Taschengeld oder in ausgewählten Hotels einen Preisabschlag von 70 Euro pro Woche erhalten. Ab Oktober steuert das Unternehmen mit Ecuador und Sansibar neue Reiseziele an.

Quelle: ntv.de