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Zurück in der Gewinnzone Thomas Cook hat schön gespart

Europas zweitgrößter Touristikkonzern Thomas Cook ist nach drei Verlustjahren wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Dank massiver Einsparungen und veränderter Strategie im Flugbereich meldet das Unternehmen einen Konzernüberschuss von 105,4 Mio. Euro für 2004/05 (zum 31. Oktober). Im Jahr zuvor schrieb die gemeinsame Tochter von Lufthansa und KarstadtQuelle noch 176 Mio. Euro Verlust.

Künftig wolle Cook durch weitere Kostensenkungen, flexiblere Produktionsprozesse und den Ausbau des Vertriebs im Internet den Gewinn weiter steigern. Das operative Ergebnis (Ebit) soll in den nächsten drei Jahren jeweils fünf bis zehn Prozent zulegen, der Umsatz soll im Schnitt um vier Prozent im Jahr wachsen, sagte der seit November amtierende neue Cook-Vorstandschef Thomas Holtrop.

Der Umsatz stieg den Angaben zufolge um 2,4 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro, die Zahl der Reisenden um gut ein Prozent auf 13,2 Mio.. Die Nettoschulden baute Cook um mehr als 50 Prozent auf knapp 280 Mio.Euro ab.

Künftig werde Cook wieder mehr Luft für Investitionen haben. Allein in den Ausbau des Internetvertriebs wolle Cook in den nächsten fünf Jahren einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag investieren. "Der Thomas-Cook-Konzern steht nach zwei Jahren Sanierung wieder auf wirtschaftlich gesunden Füßen", sagte Holtrop. Jetzt gehe es darum, die Profitabilität weiter zu erhöhen.

Strategiewechsel geplant


Holtrop deutete einen Strategiewechsel an. Thomas Cook wolle sich schrittweise von dem Modell des großen integrierten Reisekonzerns verabschieden, der auf allen Stufen des Reisegeschäfts präsent ist. Das integrierte Modell mit vielen eigenen Hotels, Reisebüros und Fluggesellschaften, das insbesondere von Marktführer TUI praktiziert wird, habe sich überlebt. "Es entspricht nicht mehr den Notwendigkeiten einer Zeit, die durch Überkapazitäten und sinkende Preise bei Airlines und Hotels geprägt ist", sagte Holtrop. Das Risiko, die eigenen Kapazitäten auszulasten, überwiege die Ertragschancen. Einzelheiten zu möglichen Verkäufen nannte Holtrop nicht.

In den vergangenen Wochen war wiederholt über einen Verkauf der Fluggesellschaft Condor und grundlegende Veränderungen bei Cook spekuliert worden. KarstadtQuelle-Chef Thomas Middelhoff hatte öffentlich wiederholt erklärt, sein Unternehmen wolle die Mehrheit an Cook. Lufthansa lehnt einen Verkauf bisher ab.

Quelle: ntv.de