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Milliardenschwere Hilfe US-Senat gibt grünes Licht

Nach wochenlanger Debatte hat der US-Senat ein milliardenschweres Hilfspaket für Hunderttausende in Zahlungsschwierigkeiten geratene Eigenheimbesitzer beschlossen. Der Entwurf geht nun an das Repräsentantenhaus, das einen eigenen Vorschlag erarbeitet hat. Der Vorsitzende des Bankenausschusses im Senat, Christopher Dodd, zeigte sich am Freitag optimistisch, dass sich beide Kongresskammern schon in wenigen Tagen auf einen gemeinsamen Entwurf einigen werden, um ihn dann US-Präsident George W. Bush vorzulegen. Aus der Regierung habe er nach anfänglichem Widerstand nur positive Reaktionen vernommen, sagte Dodd. Bush hatte im Vorfeld gedroht, dem 300 Mrd. Dollar teuren Hilfspaket seine Zustimmung zu verweigern.

Die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, rechnet mit einer baldigen Einigung. "Die jüngsten Rekordzahlen an Zwangsvollstreckungen und die andauernde Instabilität des Häusermarktes unterstreichen die Dringlichkeit eines umfangreichen Gesetzes."

400.000 Immobilienkredite

Kern des Entwurfs ist ein Milliarden-Fonds, mit dessen Hilfe die Immobilienkredite von rund 400.000 finanziell angeschlagenen Eigenheimbesitzern in festverzinsliche Hypotheken mit 30-jähriger Laufzeit umgewandelt werden sollen. Auch die Aufsicht über die beiden angeschlagenen, halbstaatlichen Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae soll reformiert werden.

Quelle: n-tv.de

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